Hotelmarketing Blog

“HSMA Pricing & Distribution Day Frankfurt” – aus meiner Sicht ein voller Erfolg !

Am Dienstag, 05.05.2009 nahm ich am „HSMA Pricing & Distribution Day“ in Frankfurt/M. teil.

Sehr aggressiv lautete das Motto:
„Heute mit den Preisen runter und morgen insolvent“ und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht, denn es ging um Trends, neueste Entwicklungen bei Distribution (on- und offline) sowie Revenue Management und um Strategien, psychologische Tipps und Erfahrungen zum Thema Hotelzimmerpreise.

Die Kernaussage an alle Teilnehmer (trotz sinkenden RevPars in 2-stelliger Höhe und nachlassender Nachfrage) lautete:
„Preise halten, keine panischen Preisreduktionen und keine Rabattschlachten“.

Denn, wie sagt mein sehr geschätzter Kollege Klaus Kobjoll so schön:
„Rabatt ist eine Stadt in Marokko“.

Es dauert keine 15 Minuten um die Hotelzimmerpreise zu senken und die „neuen“ reduzierten Preise zu veröffentlichen, aber man braucht mindestens 4-5 Jahre bis das Hotel wieder am ursprünglichen Übernachtungspreis angelangt ist.

Man muss kein Hotelgenie sein um zu erkennen, dass eine Reduktion der Zimmerpreise keine zusätzliche Nachfrage generiert.
Die vorhandene Nachfrage wird lediglich zu einem niedrigeren Preis verteilt.
Die langfristigen Folgen sind ein „Teufelskreis“:
Umsätze runter, Gewinne runter, Kosten rauf, kein Geld für Investitionen oder Neuanschaffungen, drastische Sparmaßnahmen, Qualität runter, Gäste bleiben weg.

Anhaltende Preisschlachten verursachen bei den Gästen nur ein sinkendes Verständnis für die Wertigkeit des Hotels.
Denn „was nichts kostet, ist nichts wert“.

Stattdessen ist der Hotelier gefordert! „Wirtschaftlich schwierige Zeiten sind gut für gute Unternehmer“ und wer heute visionär denkt, der kommt morgen gestärkt aus der Krise. Gewohntes ist in Frage zu stellen, eingefahrene Gleise müssen verlassen werden, neue kreative Ideen, Denkanstöße und Veränderungen sind nun gefragt.

Hoteliers sollten sich in dieser wirtschaftlich problematischen Phase auf einige entscheidende Punkte konzentrieren wie z.B.:

• Intensives Stammgast/Stammkundenmarketing betreiben
• beim Preisangebot zusätzlichen Mehrwert anbieten
• Qualitätssicherung und Einhaltung der Qualitätsstandards
• über Kooperationen nachdenken
• in die Ausbildung/Training der Mitarbeiter investieren
• verbandsunterstützend denken (Stichwort PRO 7%)
• Kostenmanagement nicht außer acht lassen

UND das Wichtigste:
„Lassen Sie die Hotel-Zimmerpreise unverändert bzw. auf einem preiswürdigen Niveau!“

Andreas Romani

© 2009 – 2012, Andreas Romani. All rights reserved.

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