Hotelmarketing Blog

Google Street View live und wie sich die Verpixelung in Luft auflöst – Privatsphäre ?

Google Street View und was wir bei Google und im Netz sonst noch von den verpixelten Häusern finden.

Sicher ist bekannt, dass bei „google maps“ auch Bilder mit Geodaten eingebunden sind und diese an gleicher Stelle über „Panoramio“ rechts oben (wenn auch klein) zur Ansicht vorgeschlagen werden.

Heute war ich nun gespannt, wie das nach der „Scharfschaltung“ von Google Street View gehandhabt wird.

… und siehe da, auch bei der von mir eingegebenen Strassenadresse in München fand ich ein verpixeltes Objekt …

Ich wurde hellwach und sah in google auf das Bild nach oben rechts und was sah ich da?

Die Auflösung der Verpixelung!

Welchen Sinn hat oder macht denn dann eine Verpixelung – mag man dieser positiv oder negativ gegenüber stehen -, wenn auf der gleichen Plattform, also bei Google, die ungepixelten Bilder des gesuchten Hauses (zum Teil in vielfachen Varianten und Blickwinkeln) zur Verfügung stehen?

Muss also derjenige, der sein Haus bei Google Street View hat verpixeln lassen, nun auch noch bei „Panoramio“ darauf drängen, dass sein Bild gelöscht wird?

Wird Letzeres nicht dadurch besonders schwierig, dass sich die geolokalisierten Panoramio – Bilder schon vielfach auch an anderen Stellen im Netz verbereitet haben?

Was haltet Ihr davon?

Hier die Bilder dazu in gross:

Sonnenstrasse 2

Sonnenstrasse 2

Wer’s nicht glauben mag, macht mal bei einem anderen verpixelten Haus den Test oder sieht sich mal mein Beispiel in „Google Maps“ in „Google Street View“ (zu finden mit der Adresse „Sendlinger Tor Platz 10 München“) an.

Euer
Michael M. Rotter

Fotos: Google Maps bzw. Google Street View und Stauning

Aktualisierung vom 19.11.2010:
Auch T-Online berichtet dazu: „Google-Dienste unterwandern Street-View-Verpixelung“

Weitere Aktualisierung vom 19.11.2010:
Der Hotelverband Deutschland (IHA) e.V. hat im Blog von Markus Luthe dankenswerterweise noch einen weiteren Aspekt aufgegriffen, der nicht übersehen werden darf: Ein erheblicher und unwiderruflicher Marketingnachteil für Hoteliers und Gastronomen“

© 2010 – 2012, Michael M. Rotter. All rights reserved.

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5 Comments

  • Hallo Herr Romani,

    Alex Birk hat mich im IHA-Blog http://www.blog.hotellerie.de zu Google Street View auf Ihr sehr interessantes Panoramio-Fundstück aufmerksam gemacht. Ihnen Beiden Danke dafür! Wir haben entsprechende Links zu Ihren Blog gesetzt.

    Viele Grüße aus Berlin,

    Markus Luthe

  • Pingback: Tweets that mention ideas4hotels blog Kamingespräche » Google Street View live und wie sich die Verpixelung in “Luft auflöst” – Privatsphäre ? -- Topsy.com

  • Da siehst mal – so kann man sich doch noch Arbeit sparen. und zumindest Panoramio trägt dazu bei, dass der öffentliche Raum auch öffentlich bleibt!

  • Dazu gerade noch ein Zitat eines Google Sprechers in einem Artikel in mz-web.de gefunden.

    Zitat: „Wir werden solche Bilder aber nicht entfernen, das wäre natürlich Zensur“.
    Also wird’s wohl nichts mit dem Löschen von bereits eingestellten Panoramio-Bildern?

    ———————————————————————
    Quelle: mz-web.de

    „Nutzer machen verpixelte Bilder wieder sichtbar“

    Berlin/dpa. Wenige Stunden nach dem Start von Googles Panorama-Dienst Street View haben findige Nutzer einen Trick gefunden, um verpixelte Hausfassaden wieder sichtbar zu machen. So hat ein Nutzer ein Haus in der Schlesischen Straße in Berlin fotografiert und in den bereits seit längerem verfügbaren Bilderdienst Panoramio eingestellt. Dieser ist in Google Maps und damit auch Google Street View eingebunden. Führt der Nutzer in der Street View-Ansicht seinen Mauszeiger über das kleine, in der verpixelten Fläche platzierte Panoramio-Symbol, komplettiert sich die Straßenansicht wieder passgenau. Wie ein Google-Sprecher mitteilte, dürften das aber Einzelfälle bleiben.

    „In den nächsten Stunden wird so etwas nicht mehr möglich sein“, erklärte Google-Sprecher Kay Oberbeck. Die passgenaue Einfügung von Bildern auf eine gepixelte Street-View-Ansicht werde nicht mehr klappen. Stattdessen würden die Icons für die Fotos in der Bilderleiste angezeigt werden. Im Fall der Schlesischen Straße hatte der Fotograf noch „Glück“: Der Abgleich seines Fotos mit dem in Google Street View erfolgte vor der Verwischung des Rohmaterials. „Wir werden solche Bilder aber nicht entfernen, das wäre natürlich Zensur“, sagte Oberbeck.

    Google hatte zugesichert, alle Häuser unkenntlich zu machen, für die ein Widerspruch gegen die Veröffentlichung eingelegt worden ist. Auch nach dem Start von Street View könnten Nutzer noch eine Unkenntlichmachung verlangen, verspricht Google. Wie der Internet- Konzern betonte, könnten einmal verpixelte Ansichten allerdings nachträglich nicht mehr freigeschaltet werden, da die Rohdaten gelöscht werden.

    Quelle mz-web.de:
    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1290063367896


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