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Von Riads und Kasbahs – Marokkanische Hotelkultur

Seit gestern sind wir wieder zurück aus Marokko. Eine Reise, die mal nicht unter dem Aspekt Sonne, Strand, Meer stand, sondern sich hauptsächlich um Land, Tradition, Kultur, Brauchtümer drehte.

Und um das Kennenlernen der ganz eigenen marokkanischen Riads. Eine Hotelkultur, die uns bis dato überhaupt noch nicht vertraut war.

Seit gestern sind wir wieder zurück aus Marokko. Eine Reise, die mal nicht unter dem Aspekt Sonne, Strand, Meer stand, sondern sich hauptsächlich um Land, Tradition, Kultur, Brauchtümer drehte.

Und um das Kennenlernen der ganz eigenen marokkanischen Riads. Eine Hotelkultur, die uns bis dato überhaupt noch nicht vertraut war.

Marrakesch mit seinen mehr als 400 (Hotel) Riads. Bei der Planung der Reise wussten wir erst gar nicht, welches wir reservieren sollten. Kein Wunder bei der Auswahl. Jedes für sich schaut schnuckelig aus.

Nur gut, dass uns die Freunde von Escapio tatkräftig unterstützen, damit wir bei der Angebots-Vielfalt nicht den Überblick verloren. Vielen Dank Hannah Groß für die tolle Unterstützung und für die unkomplizierten Riad-Reservierungen.

Ein Riad ist ein typisches marokkanisches Herrenhaus mit einem Innenhof mit Brunnen, der in der Regel mit Orangen- oder Zitronenbäumen bzw. Palmen bepflanzt ist.

Riad Dar les Cigognes
Ein Riad ist in sich gekehrt, es gibt praktisch keine Fenster zur Straßenseite. Eine einfache, unscheinbare Holztür mit Eisenbeschlägen ist der einzige Zugang.
Oftmals in der Häuserzeile der engen Gassen so versteckt, dass man den Eingang leicht übersieht. Durch einen nur schwach beleuchteten Vorraum taucht man ein in ein Refugium!
Viele Riads wurden in den letzten Jahren vor dem Verfall gerettet, mit viel Liebe und Geld restauriert und stehen heute als Boutique Hotels oder als Restaurants zur Verfügung.

Ein Platz der Ruhe und Entspannung abseits der lauten, hektischen Medina, nach einem Tag voll buntem Treiben auf Plätzen und Gassen und der gelegentlich nervigen Händler in den Souks.

Die Zimmeranzahl ist nach der Größe des Riads bemessen, die Schlafzimmer liegen jeweils an den 4 Seiten des Innenhofs, sind also lang und schmal geschnitten (von Suiten abgesehen, sind 25 qm bis 30 qm Grundfläche die Norm).

Oft bietet ein eigener Kamin im Zimmer nicht nur in kalten Nächten flackernde Momente. Schlüssel gibt es meist keine, man verriegelt von innen. Nicht belegte Zimmer in den Riads stehen tagsüber immer offen.

Besonders angenehm sind die B’hous (eine Art offene Wohnzimmer) – neudeutsch Lounges – die auf jeder Etage vorhanden sind.
Auch die Geschoßanzahl der Riads ist meist einheitlich, Erdgeschoß, erste Etage und eine Dachterrasse sind durch schmale Treppenhäuser mit Steinstufen miteinander verbunden.

Ein kleines Restaurant ist in jedem Riad selbstverständlich. Gekocht wird traditionelle, marokkanische Küche mit 1 bis 2 Gerichten zur Wahl. Nicht immer wussten wir, was wir speisten, lecker war es in jedem Fall. Hamam und Massagemöglichkeit ist in den Riads vorhanden.

Hier zeigen wir euch 3 Riads in der Reihenfolge unseres Aufenthalts. Jedes für sich ein Kleinod, sehr charmant, sehr liebevoll ausgestattet und sehr persönlich geführt. Und jedes empfehlenswert. Alleine schon wegen des Entspannungsfaktors.

Riad Dar les Cigognes
Riad Dar les Cigognes Riad Dar les Cigognes

Besonders begeistert hat uns hier der Nachmittagstee mit selbst gebackenen süßen Leckereien.

Riad El Fenn
Riad El Fenn Riad El Fenn

Besonders begeistert hat uns hier die Großzügigkeit der Innenhöfe (hier sind mehrere Riads miteinander verbunden) sowie die beiden beheizten Pools.

Riad talaa12 Riad talaa12

Riad talaa12

Besonders begeistert hat uns hier die wunderbare Dachterrasse (hier wird auch das Frühstück serviert) mit Panoramablick über die Medina bis zum schneebedeckten Hohen Atlas.
Riad talaa12 - Dachterrasse
Ach ja, wer mal keine Lust auf Riads hat, dem können wir als Übernachtungsmöglichkeit eine Kasbah empfehlen. Also von Marrakesch übers Atlas Gebirge (bei 30 cm Schnee 😉 nach Ouarzazate bis nach Tinerhir zieht sich die Straße der ca. 1.000 Kasbahs.
Schnee am Tichka Pass

Die Kasbah an sich ist ein Festungsbau mit 4 Türmen, hinter deren Lehmmauern Menschen geschützt und in Sicherheit wohnen konnten. Ein Ksar war praktisch die Heimat für ein ganzes Dorf und wies in der Regel mehrere Kasbahs auf.

Ähnlich wie in Marrakesch gibt es in dieser Gegend mehr und mehr kleinere Kasbahs, die mit viel Liebe und Geschmack renoviert und als Hotel wieder eröffnet wurden. Die schönsten Hotelzimmer liegen jeweils in den vier Wehrtürmen.

Kasbah Dar Essalam in Skoura
Wir hatten uns, ganz spontan und einen Tag vor der Abfahrt, für die Kasbah Dar Essalam in Skoura entschieden. Eine eigene Website gibt es nicht, aber tolle Bewertungen:
Kasbah Dar Essalam auf TripAdvisor und das Haus ist über diverse bekannten Online Reservierungs Portale buchbar. Und das bei 12 Zimmern :-)

Was uns am meisten faszinierte, die Kasbah war ausgebucht, das im November in der off Season, außerhalb von Skoura „Downtown“. Einfach Unglaublich!
Absolut begeistert hat uns hier free WiFi mit einer schnellen DSL-Verbindung, die besser als in Marrakesch war.

Wir hoffen, ihr habt ein bisschen Spaß mit der „marokkanischen Hotel-Lektüre“.

Wir freuen uns auf eure Kommentare und auf eure Erfahrungen mit Riads, Kasbahs und sonstigen Nordafrikanischen Übernachtungsmöglichkeiten.

Herzliche Grüße
Andreas Romani und Michael M. Rotter

© 2011 – 2012, Andreas Romani. All rights reserved.

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2 Comments

  • Hallo Ihr beiden,

    das war sicher eine ganz spannende Sache! Ich hoffe, Ihr verzeiht mir die kleine Werbung in eigener Sache, aber ich war hocherfreut, dass wir gerade erst ein Hotel in Marokko ins Portfolio bekommen haben – denn da wollte ich immer schon mal hin! Wir warten auf die Fotos… 😉

    • Logisch verzeihen wir Dir das Werbe-Post, Dominik. Gleichzeitig können wir nur empfehlen, Marrakesch in die Urlaubsplanung aufzunehmen. Bei dieser Gelegenheit sollten neben einem Sentido Hotel Aufenthalt unbedingt auch ein paar Tage Riad Feeling „drin sein“.


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