Hotelmarketing Blog

Mobile Website für Restaurants – das Sahnehäubchen in der Online Küche

Ein altes Jahr ist vorbei und ein neues Jahr hat begonnen. Wir werfen einen Blick in die Glaskugel.
Was sind die Online-Trends 2012?
So oder so ähnlich haben in den letzten Wochen die meisten Artikel begonnen.

Positiv überrascht war ich beim Lesen diverser Blogs und Fachartikel über den positiven Stellenwert mobiler Websites. Endlich, endlich ist es durchgedrungen.

Nun will ich hier keine Debatte über Apps und Web-Apps lostreten.

Fakt ist für mich, Apps sind wichtig für Kundenbindung, sind offline nutzbar und für Firmen mit Budget sicher Kür. Zur Pflicht zählen jedoch mobile Seiten (für mich jedenfalls).

Denn die ermöglichen das Auffinden in Suchmaschinen, Blogs. Sie erlauben Verlinkungen. Sie sind Plattform unabhängig. Und mit einem guten CMS können diese Seiten jederzeit einfach, schnell und preiswert aktualisiert werden.

Warum schreibe ich das alles? Weil sich sicher hier der eine oder andere Leser wiederfindet, der passionierter mobiler Onliner ist…

Wer zum Beispiel ist Bahnfahrer und sucht im Zug nach einer guten Adressen zum Business-Lunch?
Oder, wer sitzt abends am Küchentisch und sucht für das Wochenende ein gutes italienisches Restaurant?
Will vorher wissen, hat das Restaurant geschlossen oder ist es offen? Was steht diesen Monat auf der Karte? Wie ist das Preislevel? Muss ich reservieren?

Jetzt fragen sich einige sicher: Es gibt doch Qype oder Google Places. Ja richtig. Gut zum Lesen von Bewertungen – oder auch nicht 😉 … und gut, sich über Öffnungszeiten zu informieren. Aber meistens finde ich nicht alle Informationen, die mir in diesem Moment wichtig sind.
Und wenn ich auf Qype zum Beispiel den hinterlegten Link klicke und zu einer Desktop Seite gesteuert werde, auf der ich eine Lupe benötige… Danke, der Appetit ist mir vergangen. Da gehöre ich wohl zu den 61% (Source: Compuware, „Why the mobile web is disappointing end-users.“ March 2011), die kein zweites Mal die Seite ansteuern werden.

Für mich heißt das, auch Restaurants sollten (mehr als) überlegen, mobile Seiten anzulegen.
Denn sind wir doch mal ehrlich: Gesucht wird mobil, im Jetzt und Hier. Und den meisten (von den Lesern hier) sind Foursquare und Co. ja auch kein Fremdwort.

Daher reicht es mir nicht, Trends nur weiter zu twittern, zu facebooken oder zu plusen.
Das Thema mobile Restaurantseiten hat mich im letzten Jahr so gepackt, dass ich drei mobile Restaurantseiten konzipiert, getextet und layoutet habe. Mit Unterstützung meines Kollegen Roland Kirchhoff, der die Seiten programmiert hat.

Denn: Wenn ich an mobile Websites denke, denke ich auch an Service und Mehrwert.

Herausgekommen sind folgende Seiten:

m.regensburg-restaurant-brandner.de
m.brandenburg-restaurant-parduin.de
m.erfurt-restaurant-zum-alten-schwan.de

Wer sich für das Thema weiter interessiert, keine Agentur, keine Inhouse-Abteilung hat: Vielleicht ist http://www.pocketdiner.net/ eine Lösung.

Fazit und mein Wunsch für 2012:
Ich hoffe, dass sich mobile Seiten durchsetzen… übrigens nicht nur in der Branche Hotellerie oder Gastronomie, sondern auch in vielen anderen Bereich 😉 Denn – wir leben nun mal eben in einer Zeit des Wandels. Und wenn man Prognosen glauben darf, dann wird es 2013 mehr mobile Internetuser geben, als 2012. Dafür sprechen allein schon die Absatzzahlen mobiler Endgeräte.

By the way: Bevor man nun eine Agentur oder die Inhouse-Abteilung mit einer mobilen Seite beauftragt, ein Blick in die eigenen Analytics sollte schon stattfinden.
Kommt überhaupt Traffic von mobilen Geräten oder nicht.

Und wenn man dann zu der Erkenntnis kommt, ja eine mobile Seite muss her, dann bitte an die Usability denken.

Hier einige Anregungen:

a) Kurz und bündig, kein Bla-Bla
b) Simple Navigation (Zurück und Home)
c) Schaltflächen, Schriftgröße und Zeilenabstand nicht zu winzig
d) Call-to-action-Button (wie zum Beispiel Telefon für Tischreservierung)
e) Schnelle Ladezeiten => Grafiken und Bilder komprimieren
f) Verlinkung von Unterseiten mit großem Traffic
g) Mittels Google Maps (zum Beispiel) Site lokal machen
h) Wechsel zur Desktop Ansicht ermöglichen

… die Liste ist jetzt noch nicht vollständig. Vielleicht findet sich ja jemand, der dazu einen knisternden Artikel hier im Blog Kamingespräche von ideas4hotels schreibt und weitere Tipps gibt.

In diesem Sinne: Happy New (Online) Year an alle Leser wünscht

Ellen Birkner

Ellen Birkner ist Managerin Werbung/Kommunikation online/offline bei den SORAT Hotels http://www.sorat-hotels.com
https://www.xing.com/profile/Ellen_Birkner

Copyright Foto (von Ellen Birkner – SORAT Hotels bei Fotolia gekauft): © Ingo Bartussek – Fotolia.com

© 2012, Ellen Birkner als Gastblogger. All rights reserved.

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5 Comments

  • Ein weiteres Detail (das ich erkannt aber noch nicht geändert habe) ist die URL der mobilen Webseite. Wenn ich vom Gast erwarte, dass er den Link von Hand eingibt, dann sollte es eine URL ohne „Minus“ sein. Dieses ist nämlich bei iWhatever und wenn ich mich recht erinnere auch bei der Android Tastatur nur über die Sonderzeichentaste zu erreichen.

    Mobile Surfer kommen nicht nur über Google und QR-Code

    • URLs mit Bindestrich sind für SEO Zwecke die besseren. Wenn alles zusammenhängend geschrieben wird, wird das eigentliche Keyword nicht vom Googlebot erkannt. Gleiches gilt auch für URLs mit Unterstrichen. Daher haben wir diese gewählt, da unsere Wunsch-URLs bereits „vergriffen“ waren (die wären wesentlich kürzer ausgefallen). Unabhängig davon: Bevor wir die URLs eingerichtet haben, haben wir natürlich auch in unsere Analytics geschaut.

  • Also ich verstehe den Hype um mobile Webseiten nicht wirklich und kann mich daher der Meinung auch nicht anschließen. Warum sollen wir denn x-verschiedene Seiten programmieren. Noch dazu mit unterschiedlicher Funktionalität? Es ist vorherzusehen, dass Nutzer (gerade Restaurant- und Hotelseiten) auf unterschiedlichen Endgeräten nutzen werden (man schaut zuhause und dann noch mal unterwegs, weil etwas vergessen hat). Bei einer mobilen Seite läuft der Gast dann Gefahr, sich auf der mobilen Seite zu verlaufen, oder er Funktionen sucht, die es bei der mobilen Seite nicht gibt, usw. Zudem ist die Gefahr erhöht, dass es neue Endgeräte mit ganz anderer Auflösung gibt.

    Ich finde den Ansatz von responsiven Seiten sehr viel logischer. Ein guter Artikel dazu findet sich auf t3n: http://t3n.de/news/responsive-webdesign-html5-css3-grundlagen-335305/

    • Danke Eric Horster für diesen Einwand. Ja, Responsive Webdesign ermöglicht wesentlich mehr Spielraum und zeichnet sich dadurch aus, da es geräteunabhängig läuft. Das ist mir bewusst. Als „Hype“ sehe ich mobile Webseiten oder optimierte Webseiten für mobile Devices nicht. Ich finde es halt schade, dass viele Seiten nicht optimiert sind. Wir haben mit den mobilen Seiten unserer Restaurants erst einmal schnell auf die Wünsche unserer Gäste reagiert. Was nicht bedeutet, dass wir in 2012 das Thema Responsive außer Acht lassen. Hätte ich im Artikel erwähnen müssen, daher danke auch nochmal für den Link. Ist für alle Blogleser, die sich dafür interessieren sehr wertvoll.

      • Ich halte mobile Websites keinesfalls für einen Hype. „Responsive Seiten“ sind sinnvoll aber oft ja meist „nur“ designtechnische Anpassungen. Veränderte Bild- und Schriftgrößen, Buttonlösungen etc.

        Was sich aber in der Regel nicht ändert sind Inhalte: der mobile Nutzer hat aber oftmals ein anderes Informationsbedürfnis (schneller) als der Desktop-Nutzer. Zusatzfunktionen wie ein Click-to-Call-Button sind ebenfalls sinnvoll und nur selten durch responsive Seiten abgedeckt. Lösungen, die das anbieten sind oft für den normalen Gastronomen unerschwinglich. Da lohnt die Pflege einer mobilen Seite schon – das sehen wir auch an unseren Kunden des Mobile Website Generator.


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