Die Hotel-Tuner mit Weitblick
splash
Knisternde Gespräche am Kaminfeuer
In unserem Fachblog "Kamingespräche" schreibe ich zusammen mit Gastbloggern
über Erfahrungen, Informationen und Trends in der Hotellerie.
Ziel ist es, objektiv und fair zu kommunizieren, dabei dürfen persönliche Werte,
Emotionen und vor allem das Herz nicht zu kurz kommen. Ganz nach dem Motto:
"Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen.
Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen" (Joseph Joubert)
Herzlich willkommen, Ihr Andreas Romani.

No Post Found. Add the tag featured to the post you want displayed here.
This will pull the latest post tagged featured.
 

You Are Viewing Tipps/Trends

Von Riads und Kasbahs – Marokkanische Hotelkultur

Posted By Michael M. Rotter on November 30th, 2011

Babouches in MarrakeschSeit gestern sind wir wieder zurück aus Marokko. Eine Reise, die mal nicht unter dem Aspekt Sonne, Strand, Meer stand, sondern sich hauptsächlich um Land, Tradition, Kultur, Brauchtümer drehte.

Und um das Kennenlernen der ganz eigenen marokkanischen Riads. Eine Hotelkultur, die uns bis dato überhaupt noch nicht vertraut war.

Marrakesch mit seinen mehr als 400 (Hotel) Riads. Bei der Planung der Reise wussten wir erst gar nicht, welches wir reservieren sollten. Kein Wunder bei der Auswahl. Jedes für sich schaut schnuckelig aus.

Nur gut, dass uns die Freunde von Escapio tatkräftig unterstützen, damit wir bei der Angebots-Vielfalt nicht den Überblick verloren. Vielen Dank Hannah Groß für die tolle Unterstützung und für die unkomplizierten Riad-Reservierungen.

Ein Riad ist ein typisches marokkanisches Herrenhaus mit einem Innenhof mit Brunnen, der in der Regel mit Orangen- oder Zitronenbäumen bzw. Palmen bepflanzt ist.

Ein Riad ist in sich gekehrt, es gibt praktisch keine Fenster zur Straßenseite. Eine einfache, unscheinbare Holztür mit Eisenbeschlägen ist der einzige Zugang.
Oftmals in der Häuserzeile der engen Gassen so versteckt, dass man den Eingang leicht übersieht. Durch einen nur schwach beleuchteten Vorraum taucht man ein in ein Refugium!

Viele Riads wurden in den letzten Jahren vor dem Verfall gerettet, mit viel Liebe und Geld restauriert und stehen heute als Boutique Hotels oder als Restaurants zur Verfügung. Ein Platz der Ruhe und Entspannung abseits der lauten, hektischen Medina, nach einem Tag voll buntem Treiben auf Plätzen und Gassen und der gelegentlich nervigen Händler in den Souks.

Die Zimmeranzahl ist nach der Größe des Riads bemessen, die Schlafzimmer liegen jeweils an den 4 Seiten des Innenhofs, sind also lang und schmal geschnitten (von Suiten abgesehen, sind 25 qm bis 30 qm Grundfläche die Norm).

Oft bietet ein eigener Kamin im Zimmer nicht nur in kalten Nächten flackernde Momente. Schlüssel gibt es meist keine, man verriegelt von innen. Nicht belegte Zimmer in den Riads stehen tagsüber immer offen.

Besonders angenehm sind die B’hous (eine Art offene Wohnzimmer) – neudeutsch Lounges – die auf jeder Etage vorhanden sind.

Auch die Geschoßanzahl der Riads ist meist einheitlich, Erdgeschoß, erste Etage und eine Dachterrasse sind durch schmale Treppenhäuser mit Steinstufen miteinander verbunden.

Ein kleines Restaurant ist in jedem Riad selbstverständlich. Gekocht wird traditionelle, marokkanische Küche mit 1 bis 2 Gerichten zur Wahl. Nicht immer wussten wir, was wir speisten, lecker war es in jedem Fall.
Hamam und Massagemöglichkeit ist in den Riads vorhanden.

Hier zeigen wir euch 3 Riads in der Reihenfolge unseres Aufenthalts. Jedes für sich ein Kleinod, sehr charmant, sehr liebevoll ausgestattet und sehr persönlich geführt. Und jedes empfehlenswert. Alleine schon wegen des Entspannungsfaktors.

Riad Dar les Cigognes Riad Dar les Cigognes

Besonders begeistert hat uns hier der Nachmittagstee mit selbst gebackenen süßen Leckereien.

Riad El Fenn Riad El Fenn

Besonders begeistert hat uns hier die Großzügigkeit der Innenhöfe (hier sind mehrere Riads miteinander verbunden) sowie die beiden beheizten Pools.
Riad talaa12 Riad talaa12

Besonders begeistert hat uns hier die wunderbare Dachterrasse (hier wird auch das Frühstück serviert) mit Panoramablick über die Medina bis zum schneebedeckten Hohen Atlas.

Ach ja, wer mal keine Lust auf Riads hat, dem können wir als Übernachtungsmöglichkeit eine Kasbah empfehlen. Also von Marrakesch übers Atlas Gebirge (bei 30 cm Schnee ;-) nach Ouarzazate bis nach Tinerhir zieht sich die Straße der ca. 1.000 Kasbahs.

Die Kasbah an sich ist ein Festungsbau mit 4 Türmen, hinter deren Lehmmauern Menschen geschützt und in Sicherheit wohnen konnten. Ein Ksar war praktisch die Heimat für ein ganzes Dorf und wies in der Regel mehrere Kasbahs auf.

Ähnlich wie in Marrakesch gibt es in dieser Gegend mehr und mehr kleinere Kasbahs, die mit viel Liebe und Geschmack renoviert und als Hotel wieder eröffnet wurden. Die schönsten Hotelzimmer liegen jeweils in den vier Wehrtürmen.

Wir hatten uns, ganz spontan und einen Tag vor der Abfahrt, für die Kasbah Dar Essalam in Skoura entschieden. Eine eigene Website gibt es nicht, aber tolle Bewertungen:
Kasbah Dar Essalam auf TripAdvisor und das Haus ist über diverse bekannten Online Reservierungs Portale buchbar. Und das bei 12 Zimmern :-)

Was uns am meisten faszinierte, die Kasbah war ausgebucht, das im November in der off Season, außerhalb von Skoura “Downtown”. Einfach Unglaublich!
Absolut begeistert hat uns hier free WiFi mit einer schnellen DSL-Verbindung, die besser als in Marrakesch war.

Wir hoffen, ihr habt ein bisschen Spaß mit der “marokkanischen Hotel-Lektüre”.

Wir freuen uns auf eure Kommentare und auf eure Erfahrungen mit Riads, Kasbahs und sonstigen Nordafrikanischen Übernachtungsmöglichkeiten.

Herzliche Grüße
Andreas Romani und Michael M. Rotter

Posted from Munich, Bayern, Germany.

Social Media und Human Resources – unverzichtbar für den Karrieresprung

Posted By Michael M. Rotter on September 15th, 2011

Der Einsatz von Social Media Kanälen hat sich für das Hotel-Marketing bzw. als Unternehmenskommunikation etabliert.

Immer häufiger finden die Netzwerke jetzt auch Einzug in die anderen Abteilungen eines Hotels.

Was vor einigen Jahren nur die Trendsetter unter den Human Resources Abteilungen, auf gut Deutsch “Personaler” :-) nutzten, ist mittlerweile salonfähig:

Der Einsatz sozialer Netzwerke zur Mitarbeiterfindung.

Social Media Plattformen eignen sich hervorragend, um sich als Bewerber umfassend über das Hotel zu informieren. Hotelbewertungen zum Beispiel werden heute nicht mehr nur von Gästen gelesen. Auch Interessenten für eine ausgeschriebene Stelle nutzen diese Portale, um sich über den möglichen zukünftigen Arbeitgeber zu informieren.

Eine feine Sache ist es außerdem, dass der Hotelier in seiner eigenen, authentischen Sprache kommunizieren kann. Auf Fragen und Gedanken der Bewerber kann er wesentlich schneller reagieren und somit den so wichtigen Dialog in der Social Media Welt herstellen.

Die Rekrutierung von Mitarbeitern über die Netzwerke XING und/oder LinkedIn ist ja schon länger bekannt.

Der Nutzung von facebook als Recruiting Kanal stehen immer noch zahlreiche Unternehmen skeptisch gegenüber.
Dass es funktioniert, zeigt sehr erfolgreich die Bayer AG mit ihrer Facebook Seite “Bayer Karriere”.

Umso schöner ist zu erkennen, dass mehr und mehr Hoteliers sich auch an Stellengesuche über die facebook Fanpage “rantrauen”.

Entscheidend für Hoteliers ist es aber immer zu bedenken, die richtige Plattform zu wählen um den richtigen Kandidaten zu finden.
Es kommt halt immer drauf an, welche Position besetzt werden soll.

Ein ganz aktuelles und unserer Meinung nach sehr gelungenes Beispiel kommt von den Derag Livinghotels. Hier sucht der Online Marketing Manager Giuliano Capo sehr sympathisch und authentisch per Videobotschaft seine/n Nachfolger/in.

Logisch wurde das Video in die Social Media Plattform YouTube eingestellt.



Das Leitmotiv im Social Web lautet : “Teilen macht glücklich”. Deshalb teilen wir diese Videobotschaft sehr gern.

Vielleicht ist ja unter unseren Lesern die richtige Kandidatin/der richtige Kandidat und fühlt sich angesprochen. Zur Vervollständigung der Infos hier noch als PDF das Anforderungsprofil.

Wir sagen Daumen hoch für diese Recruiting Aktion und wünschen den Derag Livinghotels sowie Giuliano Capo dafür viel Erfolg.

Wie gefällt Ihnen diese Aktion?
Welche anderen kreativen Ideen oder Umsetzungen kennen Sie?

Andreas Romani

Copyright Foto: © coloroftime istockphoto.com coloroftime – istockphoto.com

Posted from Munich, Bayern, Germany.

News von HRS – Kommentarfunktion für Gästebewertungen jetzt auch bei HRS

Posted By Andreas Romani on August 17th, 2011

Top News – Top Aktuell von HRS.

Seit kurzem hat HRS als erstes Online Buchungsportal die Kommentarfunktion für Hoteliers freigeschaltet.

Damit haben die Gastgeber erstmals die Möglichkeit, analog zu holidaycheck, tripadvisor & Co., auf HRS Bewertungen zu antworten.

Diese Funktion war seit längerer Zeit ein Wunsch der Hotellerie und jetzt geht er in Erfüllung.

Neugierig, wie wir nun mal sind, haben wir durchgeklickt und schon einmal getestet.

Wenn Sie sich in der HSV 3 anmelden, sehen Sie die Neuerung schon auf dem ersten screen shots. Testen Sie es bei Ihrem Hotel selbst aus und klicken Sie durch. Die Abfolge haben wir auf den nachfolgenden screenshots “grün umrandet”.

Wir legen Ihnen, liebe Hoteliers, eine Nutzung dieser zusätzlichen Kommentarfunktion bei HRS sehr “ans Herz”.

Noch ein Tipp aus der Praxis: Schreiben Sie nie direkt in das Kommentarfeld, sondern Ihre Antwort erst einmal als Entwurf in einem Textprogramm. Lesen Sie den Inhalt nochmals in Ruhe, nehmen Sie die Emotionen raus und korrigieren nochmals, falls nötig. Erst dann verwenden Sie “copy & paste”.

In der Benachrichtigungsfunktion können Sie einstellen, wie regelmäßig eine Nachricht über eingegangene Bewertungen gesendet wird.
Unserer Meinung dazu: je schneller desto besser.

Nachdem HRS immer als Visionär und Marktführer unter den Online-Reservierungs-Portalen gilt, darf man mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Kollegen von hotel.de oder booking.com bald nachziehen werden.

Das bedeutet für Sie als Gastgeber, dass der zeitliche Aufwand zur Beantwortung der Bewertungsportale nicht weniger wird. Gleichzeitig ist es aber auch eine wunderbare Möglichkeit, mit Ihren HRS-Gästen öffentlich zu kommunizieren und ein weiteres tolles tool für Ihr Qualitäts-Management.

Und weil wir richtig neugierig sind, haben wir heute mit HRS telefoniert und erfahren, dass voraussichtlich ab nächster Woche auch der Endverbraucher die individuellen Gastbewertungen inklusive der Kommentare der Hoteliers sieht.

Damit könnte HRS den Schritt vom reinen Vertriebskanal hin zum Reputationskanal geschafft haben.

Wie gefällt Ihnen die neue Kommentarfunktion von HRS?
Welche Veränderungen können dadurch auf die Hoteliers zukommen?
Glauben Sie, dass die HRS Mitbewerber nachziehen?

Ihr Andreas Romani

Posted from Munich, Bayern, Germany.

Alle Macht für Google? Oder wo sammeln wir zukünftig Hotel – Bewertungen?

Posted By Olaf Dierich als Gastblogger on Juli 29th, 2011

Copyright Foto bei Fotolia gekauft: © CARTAGENA - Fotolia.com
Wie wir alle wissen, hat Google alle Bewertungen von anderen Portalen aus der Übersicht genommen.

Das Ergebnis sieht man am Beispiel vom Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg.

Wir sehen inhaltslose Bewertungen und vor allem Bewertungen, die bisher niemand kontrolliert.

Hier kann jeder schreiben, was er möchte und es rauscht ungefiltert ins Netz. Das hat für den User weder einen Mehrwert, noch sind diese Bewertungen aussagekräftig. Google legt aber sehr viel Wert auf relevanten Content und somit dürfen wir gespannt sein, wann eine Prüfroutine eingeführt wird und wie gut diese funktioniert.

Für Hotels und andere Locations stellt sich aber nun die Frage, wohin die Gäste zum Bewerten geschickt werden sollen.

Qype, Holidaycheck, Tripadvisor oder doch alle Macht für Google?

Arndt Aschenbeck von der fvw und ich diskutierten kürzlich über dieses Thema und da machte er eine Anmerkung, die gar nicht so abwegig ist.

Es könnte jetzt die große Stunde der hoteleigenen Bewertungssysteme, wie Customer Alliance, Hotelnavigator oder anderen schlagen. Denn im Zweifel sollte man vielleicht dazu übergehen, die Bewertungen selbst zu sammeln und von der eigenen Website an die entsprechenden Bewertungsportale zu senden, was ja teilweise schon möglich ist.
Warum soll ein Hotel weiterhin seinen Content verschenken?

Bisher war klar, dass man sein Augenmerk auf den Marktführer lenkt und die Gäste dort zum Bewerten hinschickt. Was aber, wenn es bald keinen richtigen Marktführer mehr gibt? Dann wäre es wohl besser, man sammelt die Bewertungen selbst. Vielleicht kommen dann die Portale zu den Hotels und bitten um Content? Das ist eine schöne Vorstellung, wenn auch etwas überspitzt.

Holen wir uns unseren Content also zurück oder schauen wir wieder zu, wie ein anderer die Macht übernimmt?

Ich war bisher ein absoluter Gegner davon, die Gäste direkt auf der Website bewerten zu lassen, aber neue Spielregeln erfordern neues Denken und wer sagt eigentlich, dass immer nur die Großen die Spielregeln festlegen?

Mich würde interessieren, wie das Andere sehen, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Ihr Olaf Dierich

Olaf Dierich

Olaf Dierich

Olaf Dierich ist General Manager im relexa hotel Bellevue Hamburg
Olaf Dierich bei XING


Copyright Foto: © CARTAGENA – Fotolia.com CARTAGENA – Fotolia.com

Posted from Hamburg, Hamburg, Germany.

Kurzreisen 1.0 – oder sind Offline Hotel Packages der neue Trend?

Posted By Andreas Romani on Juli 18th, 2011

Vor ein paar Tagen las ich diesen Artikel im Wall Street Journal “When Guests Check In, Their iPhones Check Out

Und auch die Dailymail schrieb “Welcome. Please leave your iPhone at the door: Digital detox packages new vacation craze

Erst musste ich schmunzeln und dachte: Die Amerikaner wieder. Erst kann es nicht 24/7 Online genug sein. Im Monatsrhythmus kommen neue Geräte, technische Hilfsmittel und Online Marketing tools auf den Markt bzw. ins Netz. Und jetzt? Der Weg zur Rückbesinnung?

Langsam wich dem Schmunzeln ein zustimmendes Kopfnicken. Erstens erkannte ich mich selbst wieder ;-) Und zweitens kam ich zur Erkenntnis: Ja warum denn eigentlich nicht? Offline Momente sind doch auch Glücksmomente.

Je länger ich darüber nachdachte, umso besser gefielen mir die Hotel Arrangements, die dort vorgestellt wurden. Eine “digitale Entgiftung”? Eine “www – Pause?

Nett ist das “Check-in to Check-Out Package” im Angebot der Lake Placid Lodge.

Oder auch das “Zen and the Art of Detox“–Arrangement im Renaissance Pittsburgh Hotel.

Elektronische Geräte werden beim Check-in abgegeben, das Hotel gewährt daraufhin einen Discount (bis zu 20%) und das Offline- Wochenende bzw. der “Smart-phone lose” Kurztrip kann beginnen. Als Ersatz gibt es Literatur Klassiker oder die gute alte Spiele-Sammlung wird wieder aktiviert.

Nachdem alles, was in USA erfolgreich ist, mit zeitlicher Verzögerung auch zu uns kommt, interessiert es mich, ob diese Art der Arrangements mittlerweile auch in unseren Breitengraden angeboten werden?

Kennen Sie ein “Offline Package”? Oder haben Sie in Ihren Hotels bereits ähnliche Arrangements im Angebot? Ich freue mich auf Ihre Tipps und Vorschläge.

Herzliche Grüße
Andreas Romani

PS: Es ist gerade Sommer, Urlaub, Freizeit, Lesezeit. Deshalb, passend zu diesem Thema, mein Buchtipp für alle Digital Nerds: “Ich bin dann mal Offline” von Christoph Koch. Unterhaltsam, kurzweilig und eine wunderbare Ergänzung zu einem “Technology Break Shortbreak”.

Bild: © Andy Dean – Fotolia.com

Posted from Munich, Bayern, Germany.

Die Zukunft der Bewertungsportale

Posted By Eric Horster als Gastblogger on Juni 27th, 2011

Copyright Foto Schlüssel von Eric Horster bei Fotolia gekauft: © Fırat - Fotolia.comKundenbewertungen gehören zu den entscheidungsrelevanten Informationen im Internet. Die hohe Relevanz von Marktführern wie Tripadvisor oder Holidaycheck wird daher gerade in der Hotellerie betont. Bewertungen punkten im Vergleich zu massenmedialer Werbung insbesondere durch ihre Glaubwürdigkeit. Sie helfen dem Nutzer damit bei seiner Reiseentscheidung.

Die Herkunft der Empfehlungen ist in den meisten Fällen jedoch nicht nachvollziehbar. Durch die hohe Relevanz der Bewertungsportale geraten Hoteliers zunehmend unter Druck. Dies kann in gefälschten Einträgen seitens der Hoteliers gipfeln. Es wird aber auch von Fällen berichtet, in denen Kunden versuchen Hotels zu erpressen, indem sie mit einer schlechten Bewertung drohen, ), sollte das Hotel keinen Rabatt gewähren. Stiftung Warentest stellte im vergangenen Jahr zudem fest, dass lediglich zwei von 13 falschen Einträgen durch die getesteten Bewertungsportale erkannt wurden. Die Anonymität der Bewertungen ist somit für alle Beteiligten unbefriedigend.
Das Hotel kann sich gegen falsche Einträge nicht wehren, da diese nicht realen Personen zugeordnet werden können. Aus Kundensicht kann den Bewertungen zunehmend weniger getraut werden, da sich Berichte über falsche Bewertungen mehren. Das Bewertungsportal selbst hat schließlich nur begrenzte Möglichkeiten, falsche Einträge zu vermeiden. Die Reputation der Bewertungen leidet – zum Schaden aller Akteure.

Bewertungen müssten also in einen kontextuellen Sinnzusammenhang gebracht werden. Wenn ein Hotel schlecht bewertet wurde, dann bedeutet dies noch lange nicht, dass dies alle so empfinden. Denn es werden individuell ganz unterschiedliche Präferenzen belegt. Es ist also wichtig, dass man die Bewertung dem Autor zuordnen kann. Dies leisten konventionelle Bewertungsportale bisher nicht – was zunehmend zum Problem der Portalbetreiber wird. Denn je unglaubwürdiger die Einträge erscheinen, desto geringer ist auch die Relevanz des jeweiligen Portals. Und ohne eindeutige Zuweisung, wer was geschrieben hat, leidet die Seriosität.

Interessant sind in diesem Kontext die Versuche von TripFriends und Gogobot. Bei Gogobot ist das Ziel, einen virtuellen Freunde-Urlaubs-Reiseführer zu entwickeln. Gogobot ist als Reise-Community gedacht, in der Freunde Bewertungen über Reiseziele eintragen können. So ist die Information zu einer bestimmten Destination direkt mit einer Person aus dem jeweiligen sozialen Netzwerk verknüpft. Es wird daher möglich, die Information der Person in einen sozialen Kontext zu integrieren. Man kann als Leser also bewerten, ob die jeweilige Kritik für einen selbst relevant ist, oder eben nicht.

Die Frage ist aber, ob es genügend Orte und Mitglieder geben wird, so dass in der jeweiligen Destination Empfehlungen von Freunden gefunden werden können. Um dies zu unterstützen, erlaubt Gogobot die Verbindung zu Check-In Diensten wie Foursquare und Facebook-Places. Bei diesen Diensten ist es möglich, seinen Aufenthaltsort im Internet bekannt zu geben. Bisher waren diese Check-In Dienste umstritten, da der Sinn (außer seinen Freunden mitzuteilen, wo man sich gerade befindet) nicht wirklich greifbar war. Durch die Integration von Gogobot werden diese Dienste zu Reiseführern für Freunde.

Einen richtungweisenden Schritt geht in diesem Zusammenhang auch Holidaycheck mit seiner neuen App. Bewertungen können durch die Quick-Check-Funktion direkt aus dem Hotel heraus gegeben werden. Die Lokalisierung der Person erfolgt dabei automatisch. Praktisch für den Anwender und gleichzeitig eine effektive Maßnahme, um falschen Bewertungen entgegen zu wirken. Denn hierdurch ist sichergestellt, dass sich die entsprechende Person auch tatsächlich im Hotel aufhält. Ein weiterer Effekt der Quick-Checks ist, dass Lob und Tadel nicht mehr zeit verzögert berichtet werden, sondern direkt und situativ. Diese ad hoc Bewertungen können dazu führen, dass zum einen mehr bewertet wird und zum anderen detaillierter. Auf Hotelseite bedeutet dies, dass das Monitoring von Bewertungen permanent betrieben werden muss, um sofort auf Kritik eingehen zu können. Zumal die Bewertungen nicht nur bei Holidaycheck publiziert werden können, sondern gleichzeitig auch auf Facebook…

Gogobot und Holidaycheck greifen somit Schwachstellen auf und zeigen, in welche Richtung sich Bewertungsportale in Zukunft entwickeln könnten. Dennoch bin ich skeptisch, ob sich diese Ansätze durchsetzen werden. Bei Gogobot aufgrund der Tatsache, dass der Erfolg des Dienstes von einer starken Community abhängig ist und bei Holidaycheck aufgrund der (noch) hohen Roaminggebühren.

Was meint Ihr, wie werden sich Bewertungsportale entwickeln? Sind die bisherigen Konzepte noch zukunftsfähig? Kennt Ihr weitere Ansätze?


Eric Horster

Eric Horster

Eric Horster ist Promotionsstipendiat des Innovations-Inkubators an der Leuphana Universität Lüneburg. Er forscht zum Thema “Online-Reputationsmanagement im Tourismus” bei Prof. Dr. Kreilkamp. In der Lehre ist er an der Leuphana Universität Lüneburg und an der Hochschule Bremen tätig. Derzeit gründet er eine Unternehmensberatung, um in der Praxis Social Media Strategien im Tourismus umsetzen zu können.


Copyright Foto Schlüssel (von Eric Horster bei Fotolia gekauft): © Fırat – Fotolia.com Fırat – Fotolia.com

Posted from Lüneburg, Niedersachsen, Germany.

11 Tipps für die moderne Website: DER Erfolgsgarant aus Sicht der Privathotellerie – HSMA E-Marketing Day 2011

Posted By Michael M. Rotter on Februar 16th, 2011

Die moderne Website: DER Erfolgsgarant – best practice und weniger best practice aus Sicht der Privathotellerie

Valentinstag einmal anders …

Für alle “Romantiker” des Hotel-Online-Marketings fand vorgestern der E-Marketing Day 2011, veranstaltet von der HSMA Deutschland e.V. im Leonardo Royal Hotel München statt.

Der dritte deutsche E-Marketing Day informierte über aktuelle Entwicklungen und Trends im Web 2.0, E-Marketing und E-Commerce.
Mit Tipps, Tricks und Praxisbeispielen wurde dabei nicht gegeizt.

Geballtes Fachwissen – in 15 Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen verpackt – und Know-How gaben Online-Spezialisten an die mehr als 280 Teilnehmer weiter.

Das Programm und die Referenten finden Sie HIER

Auch wir waren wieder dabei und konnten hoffentlich mit unserem Vortrag und eigenen Erfahrungen die Teilnehmer inspirieren.

Verträumte, veraltete, verstaubte Hotel-Webseiten gibt es leider immer noch in Hülle und Fülle. Die Anforderungen an moderne, klar strukturierte, emotional beladene und interaktive Hotel-Webseiten, die nebenbei auch die neue Generation der Suchmaschinen (Stichwort “Social Search”) bedienen, haben sich entscheidend verändert.

Wie und was Sie bei der Um- oder Neuprogrammierung Ihrer Hotel Webseite beachten sollten, das zeigen wir Ihnen in unserer Präsentation.

Thema: Die moderne Website: DER Erfolgsgarant – best practice und weniger best practice aus Sicht der Privathotellerie

Die 11 Tipps des Vortrags in der Zusammenfassung:

  • Berühren Sie die Besucher Ihrer Website emotional mit großen, starken Bildern
  • Bereinigen Sie Ihre Texte und verwenden Sie attraktive und zeitgemäße Formulierungen
  • Schaffen Sie eine klare, übersichtliche Navigation (Usability)
  • Stellen Sie auf Ihren Seiten interessanten Inhalt (content) bereit
  • Schaffen Sie interne kontextuelle Links
  • Verwenden Sie beim Inhalt (content) und für die “long tail“ – Suche Ihre spezifischen Keywords
  • Binden Sie einen “call to action button” zur direkten Online-Buchbarkeit über Ihre eigene IBE ein
  • Zeigen Sie Ihren Gästen, in welchen sozialen Netzwerken Sie aktiv sind
  • Binden Sie Ihre Hotelbewertungen in die Website ein
  • Investieren Sie in eine mobile Website
  • Checken Sie Ihren Programmierer

Unseren Vortrag zur Nachlese und als Inspiration finden Sie HIER

Gefällt’s? Wir sind gespannt auf ihr Feedback!

Ihr Andreas Romani und Michael M. Rotter

Posted from Munich, Bayern, Germany.

Branchen Tipp für Hoteliers und Gastronomen entdeckt beim #tc11 Tourismuscamp Eichstätt

Posted By Michael M. Rotter on Januar 22nd, 2011

Von ideas4hotels vor Ort selbst getestet mit unserem Post vom Samstag, 22.01.2011:

Der erste Tag beim Tourismuscamp 2011 ist vorbei.

Tolle Begegnungen, gute Sessions, kreativer Gedankenaustausch und jetzt nach Benni “Durscht”.

Der Abend klingt aus im Hotel Eichstätt mit super – und hoffentlich auch viraler – Aktion “Blograusch”.

Schöne Idee fuer eine Lokation!

Mit dabei sind: @bspalteholz, @miranda_m, @oceanwide, @JennyEssberger, @hsma_de, @OlafDierich, @Stefan_Niemeyer, @Dominik_Sobotka, @BenjaminBuhl, @madino, @eM_Network und @ideas4hotels.

Wir freuen uns auf einen prickelnden Abend. Auf die Trompete!

Michael und Andreas
——————————————————————————-

Resümee: Was ist das für eine Aktion? Was will und kann man damit erreichen?

Animiert werden die Gäste durch einen Aufsteller an jedem Tisch (siehe Bild).
Wer sich aktiv in den sozialen Netzwerken bewegt oder ein eigenes Blog betreibt, kann dadurch seine Zeche minimieren.

Voraussetzung ist, dass man während seines Aufenthaltes einen Eintrag über den “Brauereigasthof Trompete” in sein Blog postet, einen Bewertungseintrag in Holidaycheck.de, tripadvisor.de oder qype.com vornimmt oder seine Facebook-Freunde oder XING-Kontakte an dem Besuch im “Brauereigasthof Trompete” teilhaben lässt.

Als kleine Belohnung dafür gibt’s “auf’s Haus” – je nach Interaktion – für den ganzen Tisch eine “Runde Bier nach Wahl”, eine Runde “Pitcher Margerita Strawberry” oder einen “Schnaps deiner Wahl”.

Sehr schöne Idee dabei: Für Gäste, die ihr Smart Phone oder ihr Notebook nicht dabei haben, gibt es leihweise ein iPad.

Unser geschätzter Kollege Stefan Niemeyer gehörte mit zu unserer Runde und berichtet ebenfalls in seinem Blog über diese Cross Media Aktion.

Unseres Erachtens eine tolle Idee, wie man Gäste bereits vor Ort zu Interaktion in den sozialen Netzwerken animieren kann.

Vorteile für den Gastronomen:

Stärkung der Online-Reputation des Betriebs
Steigerung der Anzahl der Einträge in Bewertungsportalen
Erhöhung des Bekanntheitsgrades
Viraler Effekt durch Mundpropaganda und Erwähnung in sozialen Netzwerken
Umsatzsteigerung und erhöhte Gästefrequenz

Wichtig erscheint uns in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass alle Service-Mitarbeiter detailliert über den Inhalt, den Umfang und die Handhabung der Aktion informiert werden. Dazu gehört auch, damit es nicht zu unerfreulichen Diskussionen mit dem Gast kommt, festzulegen, “wie groß” ein Tisch sein darf – ob also auch zwei zusammengeschobene Tische als “EIN Tisch” gelten. So leider geschehen bei uns, die wir mit 14 Personen den Abend genossen und dazu Tische aneinandergestellt hatten.

Auch sollte auf dem Aufsteller die Wortwahl klar und deutlich ausfallen, denn auch der vorletzte Absatz mit dem “Schnaps nach Wahl” birgt auf unserem Beispiel “Zündstoff”. Wer bekommt denn den Schnaps – nur einer oder auch hier wieder der ganze Tisch?

… und vergessen Sie nie: Ihre Gäste sind neugierig, lieben es, solche Spiele aufzugreifen, sind aber auch clever, um nicht zu sagen raffiniert! Wundern Sie sich also nicht, wenn es an einem Tisch dann auch mal mehrere Runden Pitcher gibt – und die meisten davon “auf’s Haus”!
Lassen Sie sich aber davon nicht abschrecken, denn jede Promotion, unabhängig auf welchen Kanälen Sie sie starten, kostet Geld.

Seien Sie daher durchaus kreativ, aber denken Sie auch selbst spielerisch vorher alle möglichen Varianten durch! Umso mehr, wenn Sie eine Truppe im Lokal haben, die “Internet-Freaks” sind und “online zu sein” ihre Leidenschaft ist.

Wie denken Sie darüber?
Haben Sie ähnliche Social Media Aktionen schon ausprobiert?
Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Michael M. Rotter und Andreas Romani



Posted from Munich, Bayern, Germany.