Die Hotel-Tuner mit Weitblick
splash
Knisternde Gespräche am Kaminfeuer
In unserem Fachblog "Kamingespräche" schreibe ich zusammen mit Gastbloggern
über Erfahrungen, Informationen und Trends in der Hotellerie.
Ziel ist es, objektiv und fair zu kommunizieren, dabei dürfen persönliche Werte,
Emotionen und vor allem das Herz nicht zu kurz kommen. Ganz nach dem Motto:
"Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen.
Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen" (Joseph Joubert)
Herzlich willkommen, Ihr Andreas Romani.

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Die Alpenregion Tegernsee Schliersee sucht einen Entwicklungsbetreuer für die Beherbergungsbetriebe

Posted By Andreas Romani on Juni 17th, 2011

Alpenregion Tegernsee Schliersee
Traumjob

Vor einigen Tagen erreichte uns von Thorsten Schär, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Alpenregion Tegernsee Schliersee www.tegernsee-schliersee.de eine Bitte um Hilfe bzw. Unterstützung.

Die Alpenregion sucht für ihre Beherbergungsbetriebe einen Entwicklungsbetreuer.
Eine Position, die es bisher noch nicht gab und völlig neu besetzt wird.

Alle wichtigen Informationen zu dieser neuen Positionen gibt es hier.

Die Alpenregion ist auch “social unterwegs” via facebook www.facebook.com/alpenregion und via twitter www.twitter.com/alpenregion.

Da wir Thorsten Schär persönlich kennen und ich, als eine ideas4hotels Hälfte, meine Kindheit, Jugend und Schulzeit in der Alpenregion verbracht habe, schwingt natürlich Herz und Liebe zur Region mit.

Deshalb unterstützen wir gerne die Bewerbersuche mit diesem Blogbeitrag.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es eine spannende Position und eine
tolle berufliche Aufgabe ist.

Wäre ich 20 Jahre jünger, würde ich mich ganz bestimmt dafür bewerben.
Na ja, dann halt im nächsten Leben ;-)

Wir wünschen den Bewerbern viel Erfolg bei den Gesprächen und dem/der neuen Entwicklungsbetreuer/in toi, toi, toi und viel Spaß in einer der schönsten Destinationen in den bayerischen Alpen.

Andreas Romani

Posted from Munich, Bayern, Germany.

Hamburg – Das Tor zur Welt des DestinationCamp oder eine neue BarCamp Generation? #dc11

Posted By Michael M. Rotter on Mai 15th, 2011

Einfach prima so eine Reise mit dem Zug. Perfekt zum Arbeiten. So können wir heute schon vom kaum vergangenen Wochenende (Freitag 13.05. bis Sonntag 15.05.2011) berichten, an dem auch wir in die Hansestadt Hamburg kamen.

Die International School of Management (ISM) in Hamburg war Location für das DestinationCamp – die Kreativ- und Zukunftswerkstatt im Tourismus. Das Wochenende stand ganz im Zeichen eines Dialogs zwischen Verantwortlichen und Spezialisten von Destinationen, Veranstaltern, Intermediären, Hotels und anderen Leistungsträgern. Und fast 170 Teilnehmer waren dabei.

Ein offener und über die eigene Rolle im Tourismus hinausgehender, übergreifender Erfahrungs- und Meinungsaustausch war die Zielsetzung der Veranstalter des DestinationCamp.

Wir fanden diesen Ansatz ebenfalls sehr spannend, da die Branchen – und da fassen wir uns auch selbst an die eigene Nase – oft nur auf Branchencamps oder Fachkongressen “mit Gleichgesinnten im eigenen Saft schmort”.

Die Veranstalter des DestinationCamps tourism consult network und TripsByTips hatten deshalb, im Gegensatz zu klassischen Camps, bereits vor der Veranstaltung die Teilnehmer zu den aus ihrer Sicht wichtigsten und zu diskutierenden Themen / Fragestellungen kontaktiert. Deren Aussagen führten zu den Überschriften für sechs Themenworkshops:

Gäste = Käufer
Innovation als Motor
Kann Oberstaufen Coca Cola sein?
Teamplay Destinationsmarketing
Überlebenskampf Hotellerie
Zwischen Monarchie und Demokratie

Über den gesamten Samstag hinweg begleitete ein Moderator den jeweiligen Themenworkshop in 4 Sessions á 1,5 Stunden. Ihm assistierte ein MindMapper. Die Aufgabe des Mindmappers bestand darin, einzelne Diskussionspunkte, Ideen, Vorschläge, Anregungen, aber auch Kritikpunkte in Form einer MindMap mitzuschreiben.

Nach jeder Session wechselten die Teilnehmer in den jeweiligen Themenworkshop, wodurch eine Mixtur der unterschiedlichen Vertreter aus Destinationen, Veranstaltern, Intermediären, Hotels und anderen Dienstleistern erreicht wurde. Durch eine kurze Einführung des Moderators und auf Grund der stets aktuellen MindMap konnten “neue” Teilnehmer des Themenworkshop bezüglich des Stands der Diskussion up to date gebracht werden und zur Verfeinerung der MindMap mit weiteren Ideen, Vorschlägen usw. beitragen.

So wurden die MindMaps zwar immer umfangreicher, aber unseres Erachtens umso werthaltiger, da sie neben vielen Diskussionspunkten und Denkanstößen auch tolle best practice Beispiele enthalten, die andernorts schon funktioniert haben.
Genau diese Verfahrensweise stellt einen erheblichen Unterschied zu den klassischen Camps dar. Dort findet in der Regel keine über den Tag fortlaufende Diskussion über ein Thema statt, an der sich – über den Tag verteilt -, tatsächlich auch jeder Teilnehmer beteiligen kann.

Ein weiterer Unterschied ist, dass bei den klassischen Camps der einzelne Teilnehmer in der Regel nur für sich persönlich seine Highlights und die für ihn wichtigen Informationen notiert. Zwar wird hier mehr “getwittert” und “gefacebooked”, aber dem Daheimgebliebenen entgeht doch der tiefere Einblick in die Diskussion.

Im Falle des DestinationCamp – und das halten wir für einen entscheidenden Mehrwert dieser veränderten Veranstaltungsform – soll zumindest den Teilnehmer der gesamte Inhalt aller MindMaps aus allen Themenworkshops zur Verfügung gestellt werden. Toll, denn damit können die Teilnehmer nachträglich auf einzelne Punkte zugreifen, sich den Endstand der Diskussion ansehen und hoffentlich viele Anregungen, Tipps und Ideen in die Praxis umsetzen.

Wir durften zum Gelingen der Veranstaltung beitragen, indem wir bei Bianca Spalteholtz (Moderatorin) den Themenworkshop “Überlebenskampf Hotellerie” als MindMapper begleiteten. (Foto: Copyright DestinationCamp)

Spannend fanden wir in den Sessions zu diesem Thema, dass sich die Diskussionsrunden nicht mit dem beschäftigten, was man auf Grund des Titels hätte vermuten können. So fehlten ein allgemeines Jammern, ein generelles Wehklagen und gegenseitige Schuldzuweisungen an die unterschiedlichen Leistungsträger. Vielmehr konnten auch super Tipps, Ideen und tolle best practice Beispiele in der MindMap festgehalten werden.
Für einige vielleicht ein überraschendes Ergebnis.

Danke schön an Bianca Spalteholtz für die tolle Tages-Moderation des Hotellerie-Workshops . Kompliment!

Vielen Dank auch an das Orga-Team rund um die Organisatoren Stefan Möhler und Uwe Frers, den Projektleiter Benjamin Buhl, dass wir den Workshop begleiten durften, der uns für “unsere” Hoteliers ganz besonders am Herzen lag.
Leider konnten wir als MindMapper die anderen Workshops nicht besuchen. Dennoch hat es Spaß gemacht und ein schöner Ausgleich waren die vielen persönlichen Gespräche in den Pausen, beim Lunch und natürlich auch beim Abendprogramm.

Wir haben liebe Kollegen und Freunde getroffen und sehr nette neue Kontakte geknüpft …
Schön, dass Ihr alle dabei gewesen seid!

Unser kurzes Fazit des vergangenen Wochenendes:

Eine gelungene Veranstaltung! Super Orga!
Perfekte Projektleitung! Engagierte Studenten als Betreuer!
Schöne Location, tolle Räume!
Super Catering! Cooler Sound!
Danke, daß Ihr den Reinerlös des DestinationCamp für gute Zwecke spendet!

… und jetzt sind wir gespannt auf die MindMaps!

Viel Erfolg und macht weiter so! Wir freuen uns auf eine Fortsetzung in 2012!

Michael und Andreas

Posted from Munich, Bayern, Germany.

E-Marketing Day 2011 in München Online Marketing für die Hotellerie

Posted By Andreas Romani on Dezember 15th, 2010

E-Marketing Day 2011 in MuenchenAm 14. Februar 2011 ist es wieder soweit. Der E-Marketing Day geht in die dritte Runde.

Online Marketing, E-Commerce und Social Media Verantwortliche der Privat- und Kettenhotellerie treffen sich im neuen Leonardo Royal Hotel Munich zum Erfahrungsaustausch.

Dieser deutsche Leitkongress wird von der HSMA Deutschland in Kooperation mit Tourismuszukunft organisiert.


Erfahren Sie komprimiert an einem Tag die neuesten Entwicklungen und Trends rund um “Online Marketing für die Hotellerie”. Alle Informationen zum E-Day finden Sie hier.

Hochkarätige Referenten und Social Web Spezialisten versprechen ein vielfältiges, abwechslungsreiches und vor allem praxisbezogenes Programm.

Auch wir freuen uns auf diese spannende Veranstaltung und sind in den Workshop Foren mit dabei.

Unser Thema:
“Die moderne Website: DER Erfolgsgarant für Hotels” – Tipps, Tricks und tolle Beispiele aus der Praxis.

Neugierig auf mehr? Dann machen Sie doch den 14.02.2011 zu Ihrem persönlichen E-Day. Ihre Online Anmeldung ist nur einen Klick entfernt.

Wir freuen uns auf zahlreiche neue Gesichter sowie auf unsere sehr geschätzten Kollegen und Netzwerkpartner.

Herzlichst Ihre
Andreas Romani und Michael M. Rotter

Posted from Munich, Bayern, Germany.

11 Tipps wie Hotels ihren Weihnachtsmarkt für das Online-Marketing nutzen können

Posted By Stefan Niemeyer als Gastblogger on Dezember 5th, 2010

Passend zum Advents-Wochenende habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, zu Weihnachtsmärkten in Hotels und Restaurants. Viele Hotels veranstalten mitlerweile ihre eigenen Weihnachtsmärkte.

Ob in Verbindung mit einem Advents-Brunch, als Ersatz für einen fehlenden Weihnachtsmarkt in der Destination oder als willkommene Veranstaltung, um potentielle Gästen aus der Region die Hemmschwellen zu nehmen, das Hotel zu besuchen.

Doch welche Möglichkeiten gibt es, um den Weihnachtsmarkt auch in das Online-Marketing zu integrieren? Was für Webseiten und Kanäle helfen, die Veranstaltung zu bewerben? Kann mir ein Weihnachtsmarkt Links und Verweise auf meine weiteren Weihnachtsangebote im Hotel bringen?

Die 11 Tipps stehen als Hilfestellung, einen Weihnachtsmarkt online zu bewerben.

Micro-Sites und Landing-Pages für den Weihnachtsmarkt

Bevor die Vermarktung des Weihnachtsmarktes im Internet startet, benötigt der Markt eine virtuelle Heimat im Netz. Einen Ort, auf den alle kommenden Maßnahmen hinweisen. Optimalerweise ist dieses eine spezielle Landing-Page oder Micro-Site für den Weihnachtsmarkt. Um eine hohes Cross-Selling zu erreichen, sollten die weiteren Weihnachtsangebote des Hotels mit integriert werden. Als Beispiel hier die Micro-Sites von den Hotels Kloster Hornbach und Romantik Hotel Schloss Rheinfels.



Der Weihnachtsmarkt bei Bilderdiensten

Wer begeistern will, lässt Bilder sprechen. Dies gilt auch für Weihnachtsmärkte. Mit den emotionalen Momenten von beleuchteten Gassen, Buden und Weihnachtsbäumen sind die Märkte das ideale Motiv, um potentielle Gäste abzuholen. Eine gute Bilderserie mit den schönsten Motiven des Weihnachtsmarktes lassen sich gut streuen in den großen Bilderdiensten wie flickr, picasa oder panoramio.

Bewegte Bilder vom Weihnachtsmarkt bei Videodiensten

Vom “stehenden” Bild ist es ein leichter Schritt zu “bewegten Bild”. Warum nicht, aus der Bilder-Galerie vom Weihnachtsmarkt ein animiertes Video mit passender Weihnachtsmusik machen. Dieses Video kann gestreut werden bei den großen Videoportalen wie youtube, vimeo, sevenload oder myvideo.

Themen-Portale zu Weihnachtsmärkten

Zahlreiche Online-Magazine und Nachrichtenportale bieten die klassischen Artikel mit den “10 schönsten Weihnachtsmärkten”. Die meisten dieser Berichte sind redaktionell recherchiert oder man kauft sich in diese Einträge ein. Daneben gibt es aber einige Webseiten, die sich auf die Darstellung von Weihnachtsmärkten in Deutschland spezialisiert haben. Das Urgestein und zugleich der Platzhirsch ist die Webseite “Weihnachtsmarkt Deutschland”. Der Eíntrag auf die Seite ist kostenfrei und auch Verlinkungen werden angeboten. Der Vorteil der Seite ist die sehr starke Präsenz und Platzierung in den Suchmaschinen. Weitere Seiten wie “Weihnachtsmärkte in Deutschland” oder diverse Reiseforen bieten einen ähnlichen Service.

Veranstaltungsportale mit Weihnachtsmärkten

Auch die großen Empfehlungs- und Veranstaltungsportale bieten einen meist kostenfreien Service, Veranstaltungen einzutragen. Oftmals werden spezielle Kategorien für Weihnachtsmärkte bereit gestellt. Auch hier sind die “Big Player” präsent. Beim Empfehlungsnetzwerk “Qype” können Veranstaltungen mit Verlinkungen, Bildergalerien und umfangreichen Beschreibungen beworben werden. Hier ein Beispiel für das Romantik Hotel Schloss Rheinfels bei qype. Neben qype bietet auch das Städte-Netzwerk “Meine Stadt” einen kostenfreien Eintrag für Veranstaltungen mit der speziellen Kategorie “Weihnachtsmärkte”. Hier auch das Beispiel für den Weihnachtsmarkt vom Schlosshotel Rheinfels. Auch die offenen Veranstaltungsportale wie venyoo können gut zum Eintrag des Adventsmarktes genutzt werden.

Der Weihnachtsmarkt in sozialen Netzwerken

Die idealen Orte einen Weihnachtsmarkt zu präsentieren, bieten die Marktplätze des Internets. Von facebook, über twitter bis zu Xing – in den sozialen Netzwerken kann der Weihnachtsmarkt platziert werden und anschließend über in gesprochen werden. Die vorherigen Maßnahmen wie Videos, Bildergalerien und Themenseiten können sich hier entsprechend wiederfinden und eingebunden werden. Als Beispiel auch hier die Themenseiten vom Schloss Rheinfels und dem Kloster Hornbach mit den Weihnachtsmärkten.

Die Pressemeldung bei Online-PR-Portalen

Die Durchführung eines Weihnachtsmarktes ist perfekt für ein Hotel, eine wirksame Pressemeldung in den Zeitungen der Region zu platzieren. Eben diese Meldung kann auch in die gängigen Online-PR-Portalen platziert werden. Die Anzahl der kostenfreien PR-Portale im Netz geht in die Hunderte. Gute Erfahrungen habe ich gemacht mit openpr, das offene-presseportal, lifepr, fair-news, und dem presseanzeiger.de. Channel-Dienste wie PR-Gateway bieten hier einen Eintragsservice.

Online-Portale aus der Region nutzen

Noch wirksamer, um Gäste aus der Stadt und Region zu erreichen sind lokale Online-Portale und Weblogs. Diese Magazine haben oftmals ihre festen Stammleser und die Ankündigung eines Weihnachtsmarktes ist in der Regel eine willkommene Nachricht. Hier ein Beispiel vom Mittelrhein.

Partner-Verlinkungen mit Ausstellern des Weihnachtsmarktes

Der Vielfalt des Weihnachtsmarkt mit unterschiedlichen Ausstellern und Künstlern kann auch ins Web übertragen werden. Der “Klassiker” ist die gegenseitige Verlinkung und Empfehlung. Als Beispiel hier die Partnerseite vom Kloster Hornbach mit der Verlinkungen von allen Ausstellern. Als Hotel ist darauf zu achten, dass die Verlinkung auch von den Ausstellern vorgenommen wird!

Location Based Services als mobiler Weihnachts-Tipp

Auch die mobilen Dienste wie foursquare, gowalla oder facebook places können zur Vermarktung des Weihnachtsmarktes genutzt werden. Neben der Animation der Gäste zum “Check-In” am Tag der Veranstaltung, kann der Adventsmarkt im Vorfeld als Tipp platziert werden. Diesen Hinweis bekommen die Nutzer angezeigt, die sich in der näheren Umgebung des Hotels befinden.

Touristische Leistungsträger der Region als Multiplikator

Auch die Tourist-Informationen und touristischen Marketing-Organisationen veröffentlichen auf deren Online-Veranstaltungskalendern die Weihnachtsmärkte der Region. Besondere Aktionen wie Adventskalender oder Gewinnspiele – wie hier der Adventskalender der Welterbe Gastgeber am Mittelrhein – können den passenden Raum bieten, um den Weihnachtsmarkt zu platzieren.

So, neben den 11 Tipps gibt es bestimmt noch eine Vielzahl weiterer Maßnahmen, oder? Ich freue mich über Eure weiteren Anregungen!

Euer Stefan Niemeyer

Hotelmarketingblog

Posted from Munich, Bayern, Germany.

Yield Management in der Hotellerie – der Hotelier ist am Drücker

Posted By Roman Brauner als Gastblogger on November 18th, 2010

Der Begriff des Yield / Revenue / Ertragsmanagement ist offensichtlich in der Hotellerie noch immer ein Buch mit 7 Siegeln. Zumindest konnte ich das heute während des Brennpunkt eTourism lernen.

Der Wettbewerb in der Hotelleriebranche steigt kontinuierlich und mit ihm der Druck auf die Hoteliers, Hotelzimmer und Dienstleistungen erfolgreich und vor allem effizient zu verkaufen.

Erschwerend kommt hinzu, dass ein Hotelier 365 Tage im Jahr 1 fixe Kapazität zum Verkauf parat hat. Anders als in der Flugbranche, kann der Hotelier in nachfrageschwächeren Zeiten (Zwischen-/Nachsaison) nicht Kapazitäten streichen. In der Luftfahrtbranche ist das leicht möglich: Entweder man dünnt Rotationen aus und betreibt eine Strecke weniger oft pro Tag oder man bedient sich eines kleineren Flugzeugs für die betreffende Route in einem bestimmten Zeitraum, oder auch nur tagesweise. Theortische Modelle in der Hotellerie, wie z.B. einen Haustrakt zu sperren bringen hier nur marginal Erfolg. Ein Kriterium eint die beiden Branchen aber:

Die Ware ist höchst verderblich.

Ein nicht verkaufter Sitz im Flugzeug ist genauso wie ein für 1 Nacht leerstehendes Hotelzimmer unwiderbringlich verloren. Die operativen Kosten bleiben davon allerdings weitestgehend unberührt.

Um den Herausforderungen der geänderten Wettbewerbsbedingungen optimal begegnen zu können, erfordert es vom Hotelier geeigneter Massnahmen, um effizient den diversen Kundensegmenten begegnen zu können.

Was ist Yield Management also nun genau?

Darunter versteht man ein Instrument zur dynamischen Preis- und Kapazitätssteuerung. Konkret geht es darum, die Nachfrage unter Berücksichtigung der spezifischen Bedarfssituation der Kunden durch höhere oder niedrigere Angebotspreise gezielt auf freie Kapazitäten zu lenken, um den Gesamtumsatz zu maximieren.

Einfacher ausgedrückt bedeutet Yield Management eigentlich nichts anderes, als das richtige Produkt zur richtigen Zeit zum richtigen Preis an den richtigen Kunden zu verkaufen, um den höchstmöglichen Ertrag zu erzielen.

Und doch passiert es, dass bei Fachtagungen (wie der heutigen) Tweets wie:

“nicht mehr der Hotelier bestimmt den Preis,
sondern häufig leider die Buchungsplattformen”

geschrieben werden.

In aller Kürze:

Pauschal gesehen ist das einfach falsch. Mitunter mag diese Aussage auf bestimmte Betriebe zutreffen. Als generelle These ist das weit gefehlt. Yield Management ist eine spezielle Form der Preisdifferenzierung

Durch Schaffung von Kontingenten – z.B. sieht man für einen bestimmten Zeitraum eine bestimmte Anzahl von Zimmern für reduzierte Preise vor und verkauft den Rest zum normalen Tarif – schafft man sich gezielt Steuerungsmöglichkeiten.

Im Allgemeinen gilt: First to come – First to serve

Ist dieses Kontingent aufgebraucht, so ist der entsprechende Tarif nicht mehr verfügbar. Wer zuerst kommt, bekommt den billigsten verfügbaren Tarif – nach außen sieht es so aus, als würden die Preise mit der Zeit steigen.

Die Herausforderungen stecken in der Basis und im Detail:

Die erste Frage die sich der Hotelier zwangsläufig stellen wird ist: Wann soll welches Kontingent welche Ausgangsgröße haben?
Hierbei können verschiedene Zugänge gewählt – am besten eine Kombination aus mehreren – angewandt werden:

1. Erstellung von Forecasts aufgrund historischen Buchungs/Nächtigungsdaten
2. Analyse der Zielpreise (jener Preise, welche die Zielgruppen zu zahlen bereit sind)
3. Mitbewerberbeobachtung – auch “benchmarking”

Aufgrund der Komplexität der Aufgabe benötigt man dazu leistungsstarke Computersysteme. Möglich wurde effizientes Yield Management überhaupt erst, seit man die Preise dank modernster Reservierungssysteme so ändern kann, dass sie nur konkreten Interessenten offeriert werden. Entwickelt sich die Auslastung gut, so werden höhere Preise verlangt, ist dagegen absehbar, dass Restkapazitäten übrig bleiben, werden die überschüssigen Kapazitäten zu niedrigeren Preisen verkauft. Gutes Yield Management schafft also eine gleichmäßige Auslastung auch bei stark schwankender Nachfrage und maximiert den Gesamtertrag, auch wenn die Durchschnittspreise geringer als geplant ausfallen.

Bedient sich nun der Hotelier einer “Multichannel Distributionspolitik” und ist mit deren Performance unzufrieden, sollten nicht pauschal die Kanäle dafür verantwortlich gemacht werden. Es obliegt am Ende des Tages noch immer einzig und allein dem Hotelier, SEINE Raten in den Kanälen zu publizieren. Schlecht betriebenes Raten Monitoring kann dazu führen, dass über Drittkanäle Preise angeboten und verkauft werden, die aus Sicht des Hoteliers falsch sind (Netto/Brutto Problematik, bereits geschlossene Kontingente noch saleable, etc.). Das hat natürlich zur Folge, dass daraus der Eindruck entsteht, als übernehmen die externen Buchungsplattformen die Kontrolle über die eigene Preispolitik. Wenn Sie mir aber bisher aufmerksam gefolgt sind werden Sie merken, dass das eine verzerrte Ansicht der Realität darstellt.

Wie man sieht, erfordert Yield Management entsprechendes Know-how.

Nicht nur technischer Natur, sondern auch Wissen um sein eigenes Unternehmen. Ja, Sie lesen richtig. Wenn ich als Hotelier keine Kenntnis darüber besitze, wie weit ich mit dem Preis heruntergehen kann und gleichzeitig kostendeckend agiere, so werde ich mir schwer tun, auch nur in irgendeiner Art und Weise eine vernünftige Preispolitik zu betreiben.

Aber auch folgende Fragen bleiben oftmals unbeantwortet:

* Von welchen Kundensegmenten wird mein Haus gebucht?
* Welche Kundensegmente bringen mehr Umsatz? – Stichwort Produktivität
* Wie kann ich umsatzstarke und umsatzschwache Zeiten steuern?
* Wie hoch ist meine Tagesfluktuation der Gäste? – Stichwort “NOSHOW” und Überbuchung

Daher ergeht mein dringender Appell an die Hoteliers, sich mit dem Thema bei Bedarf intensiv auseinanderzusetzen. Erklären Sie es zur “Chefsache” oder schaffen Sie zusätzlich Ressourcen im Unternehmen, die sich der Materie annehmen.

BITTE GLIEDERN SIE EIN YIELD MANAGEMENT NICHT IN DEN VERKAUF EIN!!!

Ein Verkäufer, der nie in die Hintergründe von Preisen, deren Entstehen und deren Steuerung eingeführt wurde, wird jedes Yield Management System zum Einsturz bringen. Ein Yield Management soll mit einer Verkaufseinheit zusammenarbeiten und dem Verkauf Bandbreiten vorgeben, in dem sich der Verkaug bewegenn kann und soll. In Stein gemeißelte Preise schwächen den Verkauf und bringen mitunter eine Schlechterstellung im Vergleich zum Mitbewerb.

Bleiben Sie proaktiv am Drücker und bedienen Sie sich der vielen angebotenen Tools!
Sie werden sehen, es lohnt sich…

Ihr Roman Brauner
http://romanbrauner.wordpress.com/

Das könnte Sie zum Thema Preise und Preisfindung auch interessieren:
“Detailliertes know how bekommem sie von uns!”
“Faszinieren statt rabattieren” und
“HSMA Pricing & Distribution Day Frankfurt” – aus meiner Sicht ein voller Erfolg!

Posted from Munich, Bayern, Germany.

iMac Multimedia System Testaktion durch Hotelgäste – iMac Hoteltester im Schlosshotel

Posted By Andreas Romani on Mai 26th, 2010

Schloss Romrod IMac

Bis vor 2 Monaten wussten wir noch nicht einmal wo Romrod liegt und dass es dort ein Schloss gibt, geschweige denn ein Schlosshotel.

Heute wissen wir, der Ort liegt im Vogelsbergkreis, nahe zur A5, gleich ums Eck von Alsfeld. Und jetzt haben wir in unserer “Hotelsammlung” eine weitere kleine Hotel-Perle.

Ein verträumtes Schlosshotel. Perfekt für Tagungen, Hochzeiten, Feierlichkeiten oder einfach mal zum Ausspannen am Wochenende.

Warum wir das alles heute wissen?

Hier die Geschichte dazu:

Zuerst hatten wir diese Pressemitteilung gelesen:
“hôtel schloss romrod als 1.Tagungshotel mit Apple iMac Multimedia Ausstattung in allen Zimmern”

Dann entdeckte Michael 14 Tage später über www.macnotes.de folgende News:
iMac Multimedia System im Schlosshotel – Testpersonen gesucht!

Sofort dachten wir uns: “Was für eine coole Idee. Technisch, kreativ und originell zugleich”.

Und dann hat sich Michael als Tester beworben.
Natürlich als Privatperson, ohne Angabe von Firmenzugehörigkeit etc. Ehrlich gesagt, ich hatte wenig Hoffnung auf einen Gewinn, denn selbst bei Loskäufen am Glückshafen unserer dörflichen Volksfeste bin ich nie erfolgreich.

Aber ich sollte mich täuschen:

Ende April kam die Mail, Michael sei einer der fünf glücklichen Gewinner.
Das Arrangement beinhaltete 1 Übernachtung mit Frühstück in der Turm-Suite, Schlossführung, 4-Gang Dinner inkl. Getränke. Und das Ganze für 2 Personen. Da kam Freude auf.

Und am 07.05.2010 gings dann – ‘Navi-Lady’ und ‘google maps’ sei Dank – Richtung Romrod ins “hôtel schloss romrod” www.schloss-romrod.com

Nico Döring und seine fleißigen Schloss-Geister gestalteten uns ein herzliches Willkommen.

Bei Check-in gab es dann den folgenden Fragebogen …

FragenbogeniMac

Download des Fragebogens als PDF

… aber wie Nico so schön sagte: “Man muss bei dieser Aktion kein Programmierer und auch kein EDV-Experte von Beruf sein – das sind unsere Gäste ja in der Regel auch nicht.”

Später dann aus erster Hand und bei einem Welcome-Drink Erzählungen sowie Erläuterungen, wie es überhaupt zu dieser Idee kam.

Gemeinsam mit den anderen Testgästen genossen wir ein verträumtes Schlosshotel, ausführliche historische Schloss-Geschichten, ein leckeres Gourmet-Dinner sowie einen lässigen Cocktail-Ausklang in der hoteleigenen “havanabar 2059″.

Aber Highlight des Ganzen ist der iMac als Mulitmedia System im Gästezimmer.
Das ist ein echter Hingucker!! Und auch für mich als Nicht iMac User nach kurzer Gewöhnung “kein Buch mit 7 Siegeln” mehr.

Hier zur Einstimmung ein paar Fotos von unserem Aufenthalt!

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.

Impressionen rund um die vorhergegangene Installation der iMacs gibt es hier:


Liebe Hoteliers, ist diese Idee nicht nachahmenswert?

Vielleicht gibt es auch in Ihrem Haus Neuanschaffungen, Neu-Investitionen, Veränderungen, die von Hotelgästen getestet werden können? Es muss (und kann) ja nicht in jedem Zimmer ein 27” iMac Multimediasystem installiert werden.
Kreativität ist grenzenlos.

Vielen Dank an Nico Döring und sein Team für diese wundervolle Idee und für Eure großartige Gastfreundschaft. Wir kommen sicher wieder.

Weiterhin viel Erfolg und in allen Entscheidungen stets ein glückliches Händchen!

Andreas Romani

Nachlese: Deutscher Hotel-Online-Kongress 2010 Wiesbaden, AHGZ und dfv, #hok10

Posted By Andreas Romani on April 18th, 2010

Deutscher Hotel-Online-Kongress 2010 - AHGZ und dfv - WiesbadenDeutscher Hotel-Online-Kongress 2010 in Wiesbaden

Ich bin zurück aus Wiesbaden von zwei spannenden Kongresstagen rund um das Thema:
“Zukunft Online Business- und die Perspektiven für die Hotellerie von morgen”.

Während der beiden Tage drehte sich alles um Online Marketing, Revenue Management, Online Trends B2C und B2B, Online Partnerschaften und dem aktuellen, weil immer noch “heißen” Thema Social Media Marketing / web 2.0 für die Hotellerie.

Das Programm
“Deutscher Hotel-Online-Kongress 2010″
finden Sie hier:

Programm Deutscher Hotel-Online-Kongress 2010

Die Referenten
“Deutscher Hotel-Online-Kongress 2010″
finden Sie hier:

Referenten Deutscher Hotel-Online-Kongress 2010

Meine 4 persönlichen Favoriten waren:

Olaf Feuerstein / GF Hotel Freizeit In Göttingen.
Ein Privathotelier, der Marketing Ideen (erfolgreich) umsetzt und macht, was seine Gäste ihm sagen. Nicht selbst verliebt, sondern den Dialog mit und die Orientierung am Gast.

Markus Schauer / Vertriebscoach und Leiter Tourotel Mariahilf Wien.
Ein Hotelier, der seinen Mitbewerbern immer wieder eine Nasenlänge voraus ist und ganz aktiv neue Möglichkeiten für Online Buchungen und Bewertungsportale analysiert.

Dominik Sobotka / Leiter Online Marketing und CRM für Travel Charme Hotels.
In Deutschland die innovativste Hotelgruppe in Sachen Social Media Marketing mit all seinen Facetten.

Olivier Harnisch / VP International Operations Hilton International Co.
Gelungene Präsentation über die erste internationale Hotelkette, die Social Media nicht nur aufgreift, sondern mit einer durchdachten Social Media Strategie untermauert.

Besonders spannend, weil aufregend (#herzklopfen) für mich, war mein erster Vortrag vor einem großen Plenum. Thema: “Social Media Marketing für die Hotellerie. Trend, Hype oder geniales Marketinginstrument?”

Zuerst dachte ich, die 30 Minuten sind endlos. Und dann vergingen sie doch wie im Flug. Natürlich bin ich kein Profi-Speaker. Der werde ich in diesem Leben auch nicht mehr werden. Aber ich denke und spreche als Hotelier, wie meine Hotelkollegen, spontan, ehrlich und authentisch.
Sehr gefreut habe ich mich über die zahlreichen positiven Kommentare und das symbolische “Schulterklopfen” meiner Kollegen. Herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle!

Ein großer Vorteil für mich war, dass ich schon am frühen Vormittag auf die Bühne durfte. Somit konnte ich anschließend völlig entspannt das weitere Kongressprogramm genießen UND zusammen mit den twitter Freunden @dominik_sobotka (Travel Charme Hotels) @CaptainResa (Alex Birk von Best Western Hotels) und @intergerma (Bernd Fritzges) live vom Kongress zwitschern.

Immer wieder phantastisch zu beobachten, wie twitter als Social Media Instrument für die schnelle Verbreitung von Nachrichten und als Informationskanal funktioniert.

Eine Zusammenfassung aller tweets finden Sie unter dem hashtag #hok10

Dadurch konnten viele unserer twitter follower in Wiesbaden “mit dabei sein”, obwohl sie nicht persönlich anwesend waren.

Hier als Beispiele 3 tweets, die es auf den Punkt brachten:

“I love twitter – nicht da aber doch irgendwie dabei! :o ) …. toi toi toi und viel Spaß euch … lg Karin” Von @Traudl_Hotel
“Vielen Dank für die tollen News vom Online Hotel Kongress. Nicht vor Ort, aber doch dabei :) Danke auch an alle anderen” Von @GrandCityHotels
“@dominik_sobotka @ideas4hotels @intergerma #hok10 Reporter: Danke – great job!” Von @guenterexel

Wie man sieht, funktionieren Social Media und Social Networking bereits in der Hotellerie.

Schön auch, dass immer mehr Privathotels die Zeichen der Zeit erkennen und Social Media als zusätzliches unverzichtbares Marketinginstrument einsetzen. Die sehr interessanten Gespräche während der beiden Tage bestärken mich in dieser Aussage!

Vielen Dank an Stefanie Kurz und Susanne Günther von “The ConferenceGroup” für die Organisation und Betreuung. Ich würde mich freuen, wenn es im kommenden Jahr eine Fortsetzung des Kongressess gibt und der hashtag #hok11 dann im Kongressprogramm erscheint ;-)

Mein Fazit zum Kongress: 2 wertvolle Tage, neue Kontakte mit Privathoteliers, ein Wiedersehen mit Freunden und Kollegen vom hotelcamp bzw. tourismuscamp, Tipps und Trends für uns und unsere Kunden und die Erkenntnis, dass die Social Media Skeptiker allmählich ins Hintertreffen gelangen!
Vermisst habe ich allerdings eine twitter wall und kostenfreies W-LAN für die Kongressteilnehmer.

Wer meinen Vortrag beim Deutschen-Hotel-Online-Kongress 2010 vom 15.04.2010 sehen möchte, findet heute schon exklusiv vorab den Link zum Vortrag hier:

Vortrag Andreas Romani - Hotel-Online-Kongress 2010

Zum Schluss mein Lieblingsspruch aus den zwei Tagen: “Wenn Sie sich nicht um Ihre Netzwerke kümmern, werden sich die Netzwerke um Sie kümmern”

In diesem Sinne, machen Sie es gut, aber machen Sie es bald.

Herzlichst
Ihr Andreas Romani

Neues zur Umsatzsteuer im Hotel – Frühstück im Business Package zu 7% statt zu 19%?

Posted By Michael M. Rotter on Februar 17th, 2010


Zur neuesten Entwicklung (Stand 07.03.2010) lesen Sie mehr hier:
Neues zum “Business Package”

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UmsatzsteuerDoch wohl eher NEIN!
So wie es aussieht, soll zwar zukünftig das Frühstück in einem so genannten “Business Package” enthalten sein können, das aber umsatzsteuerlich dem normalen Steuersatz von 19% zu unterwerfen ist.

Eine steuerliche Vereinfachung für den Geschäftsreisenden, nicht aber eine steuerliche Entlastung für den Hotelier!

Die Financial Times Deutschland schreibt am 16.02.2010:
“Hotelmehrwertsteuer – Schäuble streicht das Frühstück
Das Finanzministerium versucht, mit einem Verwaltungserlass ein völliges Chaos durch die Steuerermäßigung für Hotels zu verhindern. Die seit vielen Jahren praktizierte Regelung für die Frühstückskosten soll erhalten bleiben.”
Artikel der Financial Times Deutschland vom 16.02.2010

Das klingt für die Geschäftsreisenden doch erst mal vielversprechend!

Zuletzt hatten wir in unserem Blog den Praxis-Tipp von Haufe Verlag Steuern aufgegriffen und zur Diskussion gestellt wie folgt:
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Praxis-Tipp von “Haufe Steuern”:
Unabhängig von einer Vereinfachungsregel durch die Verwaltung kommt als Alternative ein Ansatz des Sachbezugswerts von 1,57 EUR für ein Frühstück oder 2,80 EUR je Mittag- und Abendessen ab Neujahr 2010 in Betracht.
Dies gelingt, wenn der Arbeitgeber die Mahlzeit vor Reisebeginn mitgebucht hat. In diesem Fall spielt der Rechnungsausweis für das Frühstück keine Rolle mehr. Der Sachbezugswert von 1,57/2,80 EUR kann entweder separat lohnversteuert oder aber direkt von den zu gewährenden Spesen abgezogen werden.
http://www.haufe.de/steuern/newsDetails?newsID=1261390409.86
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Schwer in der Praxis umzusetzen:
Dieser hat sich, soweit ersichtlich, auch als darstellbar, jedoch in der Praxis allzu oft als leider gar nicht – oder nur mit erheblichem Mehraufwand – umsetzbar herausgestellt. Das trifft vor allen Dingen bei einer Online – Buchung der Hotelübernachtung zu. Hier kann oft das Frühstück gar nicht separat und VERBINDLICH mitbestellt werden und über die Form der “Schriftlichkeit” kann bei einer solchen Online – Buchung auch vortrefflich gestritten werden. Hinzu kommt, dass selbst eine schriftliche Bestätigung des Hotels, dass das Frühstück durch den Bucher mitbestellt worden war, als nicht ausreichend erachtet wird.

Neuer Ansatz des Finanzministeriums:
Dem Dienstreisenden sollen nun nach einem Entwurf des Finanzministeriums für einen steuerlichen Erlass von seinem Arbeitgeber wie bisher pauschal nur 4,80 Euro für das Frühstück abgezogen werden können.

Dazu soll zukünftig das Wort “Frühstück” nicht mehr auf der Hotelrechnung aufscheinen.
Entsprechend dieses Entwurfes wird dann – wenn alles tatsächlich so kommt – statt “Frühstück” von einem “Pauschalbetrag für Nebenleistungen” die Rede sein, in den der Hotelier dann allerdings auch das Frühstück einkalkulieren kann.

Voraussetzung ist jedoch nach dem Papier aus dem Finanzministerium, dass es keinen Anlass für die Vermutung gibt, dass in diesem Betrag Leistungen wie Pay-TV, private Telefongespräche und Massagen enthalten sind. Kosten für den Internetzugang werden aber anerkannt.
Dieser “Pauschalbetrag für Nebenleistungen” dürfte aber vollständig der normalen Umsatzsteuer von 19% zu unterwerfen sein und keine umsatzsteuerlich begünstigte Leistung darstellen!

Ausblick:
Ob die Finanzverwaltung die für den Geschäftsreisenden sicherlich interessante Lösung mit dem “Business Package” in der Praxis tatsächlich akzeptieren wird, dürfte dem zu erwartenden Infoschreiben des Bundesfinanzministeriums zu entnehmen sein.

Umsatzsteuerliche Konsequenz:
Das Frühstück unterliegt auch nach der etwaigen neuen Regelung mit einem “Business Package” nach wie vor der normalen Umsatzsteuer von 19%. Allein die REINE Übernachtungsleistung bleibt begünstigt.

Eine vertane Chance zur tatsächlichen Vereinfachung:
Leider wird in Deutschland keine wirkliche “Vereinfachungsregel” wie in Österreich angedacht, wo Übernachtung UND Frühstück (als Nebenleistung zur Übernachtung) “einfach” grundsätzlich dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 10% unterliegen.
Hätte man das österreichische Prinzip auch bei uns umgesetzt, hätte in der Konsequenz lohn- und umsatzsteuerlich “alles beim alten bleiben können” – es wäre halt nur für “Übernachtung inklusive Frühstück” gleichermaßen der verminderte Steuersatz von 7% eingeführt worden.

Bei uns soll es aber nicht einfacher, sondern noch komplizierter werden, indem die Wortschöpfung “Business Package” nun auch in die lohn- und umsatzsteuerlichen Regelungen einfließen soll.

Schade, eine vertane Chance!

Michael M. Rotter

Hinweis:
Diese Zusammenfassung stellt keine Steuerberatung dar, sondern dient lediglich Ihrer Information. Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.