Die Hotel-Tuner mit Weitblick
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Knisternde Gespräche am Kaminfeuer
In unserem Fachblog "Kamingespräche" schreibe ich zusammen mit Gastbloggern
über Erfahrungen, Informationen und Trends in der Hotellerie.
Ziel ist es, objektiv und fair zu kommunizieren, dabei dürfen persönliche Werte,
Emotionen und vor allem das Herz nicht zu kurz kommen. Ganz nach dem Motto:
"Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen.
Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen" (Joseph Joubert)
Herzlich willkommen, Ihr Andreas Romani.

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News von HRS – Kommentarfunktion für Gästebewertungen jetzt auch bei HRS

Posted By Andreas Romani on August 17th, 2011

Top News – Top Aktuell von HRS.

Seit kurzem hat HRS als erstes Online Buchungsportal die Kommentarfunktion für Hoteliers freigeschaltet.

Damit haben die Gastgeber erstmals die Möglichkeit, analog zu holidaycheck, tripadvisor & Co., auf HRS Bewertungen zu antworten.

Diese Funktion war seit längerer Zeit ein Wunsch der Hotellerie und jetzt geht er in Erfüllung.

Neugierig, wie wir nun mal sind, haben wir durchgeklickt und schon einmal getestet.

Wenn Sie sich in der HSV 3 anmelden, sehen Sie die Neuerung schon auf dem ersten screen shots. Testen Sie es bei Ihrem Hotel selbst aus und klicken Sie durch. Die Abfolge haben wir auf den nachfolgenden screenshots “grün umrandet”.

Wir legen Ihnen, liebe Hoteliers, eine Nutzung dieser zusätzlichen Kommentarfunktion bei HRS sehr “ans Herz”.

Noch ein Tipp aus der Praxis: Schreiben Sie nie direkt in das Kommentarfeld, sondern Ihre Antwort erst einmal als Entwurf in einem Textprogramm. Lesen Sie den Inhalt nochmals in Ruhe, nehmen Sie die Emotionen raus und korrigieren nochmals, falls nötig. Erst dann verwenden Sie “copy & paste”.

In der Benachrichtigungsfunktion können Sie einstellen, wie regelmäßig eine Nachricht über eingegangene Bewertungen gesendet wird.
Unserer Meinung dazu: je schneller desto besser.

Nachdem HRS immer als Visionär und Marktführer unter den Online-Reservierungs-Portalen gilt, darf man mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Kollegen von hotel.de oder booking.com bald nachziehen werden.

Das bedeutet für Sie als Gastgeber, dass der zeitliche Aufwand zur Beantwortung der Bewertungsportale nicht weniger wird. Gleichzeitig ist es aber auch eine wunderbare Möglichkeit, mit Ihren HRS-Gästen öffentlich zu kommunizieren und ein weiteres tolles tool für Ihr Qualitäts-Management.

Und weil wir richtig neugierig sind, haben wir heute mit HRS telefoniert und erfahren, dass voraussichtlich ab nächster Woche auch der Endverbraucher die individuellen Gastbewertungen inklusive der Kommentare der Hoteliers sieht.

Damit könnte HRS den Schritt vom reinen Vertriebskanal hin zum Reputationskanal geschafft haben.

Wie gefällt Ihnen die neue Kommentarfunktion von HRS?
Welche Veränderungen können dadurch auf die Hoteliers zukommen?
Glauben Sie, dass die HRS Mitbewerber nachziehen?

Ihr Andreas Romani

Posted from Munich, Bayern, Germany.

Die Zukunft der Bewertungsportale

Posted By Eric Horster als Gastblogger on Juni 27th, 2011

Copyright Foto Schlüssel von Eric Horster bei Fotolia gekauft: © Fırat - Fotolia.comKundenbewertungen gehören zu den entscheidungsrelevanten Informationen im Internet. Die hohe Relevanz von Marktführern wie Tripadvisor oder Holidaycheck wird daher gerade in der Hotellerie betont. Bewertungen punkten im Vergleich zu massenmedialer Werbung insbesondere durch ihre Glaubwürdigkeit. Sie helfen dem Nutzer damit bei seiner Reiseentscheidung.

Die Herkunft der Empfehlungen ist in den meisten Fällen jedoch nicht nachvollziehbar. Durch die hohe Relevanz der Bewertungsportale geraten Hoteliers zunehmend unter Druck. Dies kann in gefälschten Einträgen seitens der Hoteliers gipfeln. Es wird aber auch von Fällen berichtet, in denen Kunden versuchen Hotels zu erpressen, indem sie mit einer schlechten Bewertung drohen, ), sollte das Hotel keinen Rabatt gewähren. Stiftung Warentest stellte im vergangenen Jahr zudem fest, dass lediglich zwei von 13 falschen Einträgen durch die getesteten Bewertungsportale erkannt wurden. Die Anonymität der Bewertungen ist somit für alle Beteiligten unbefriedigend.
Das Hotel kann sich gegen falsche Einträge nicht wehren, da diese nicht realen Personen zugeordnet werden können. Aus Kundensicht kann den Bewertungen zunehmend weniger getraut werden, da sich Berichte über falsche Bewertungen mehren. Das Bewertungsportal selbst hat schließlich nur begrenzte Möglichkeiten, falsche Einträge zu vermeiden. Die Reputation der Bewertungen leidet – zum Schaden aller Akteure.

Bewertungen müssten also in einen kontextuellen Sinnzusammenhang gebracht werden. Wenn ein Hotel schlecht bewertet wurde, dann bedeutet dies noch lange nicht, dass dies alle so empfinden. Denn es werden individuell ganz unterschiedliche Präferenzen belegt. Es ist also wichtig, dass man die Bewertung dem Autor zuordnen kann. Dies leisten konventionelle Bewertungsportale bisher nicht – was zunehmend zum Problem der Portalbetreiber wird. Denn je unglaubwürdiger die Einträge erscheinen, desto geringer ist auch die Relevanz des jeweiligen Portals. Und ohne eindeutige Zuweisung, wer was geschrieben hat, leidet die Seriosität.

Interessant sind in diesem Kontext die Versuche von TripFriends und Gogobot. Bei Gogobot ist das Ziel, einen virtuellen Freunde-Urlaubs-Reiseführer zu entwickeln. Gogobot ist als Reise-Community gedacht, in der Freunde Bewertungen über Reiseziele eintragen können. So ist die Information zu einer bestimmten Destination direkt mit einer Person aus dem jeweiligen sozialen Netzwerk verknüpft. Es wird daher möglich, die Information der Person in einen sozialen Kontext zu integrieren. Man kann als Leser also bewerten, ob die jeweilige Kritik für einen selbst relevant ist, oder eben nicht.

Die Frage ist aber, ob es genügend Orte und Mitglieder geben wird, so dass in der jeweiligen Destination Empfehlungen von Freunden gefunden werden können. Um dies zu unterstützen, erlaubt Gogobot die Verbindung zu Check-In Diensten wie Foursquare und Facebook-Places. Bei diesen Diensten ist es möglich, seinen Aufenthaltsort im Internet bekannt zu geben. Bisher waren diese Check-In Dienste umstritten, da der Sinn (außer seinen Freunden mitzuteilen, wo man sich gerade befindet) nicht wirklich greifbar war. Durch die Integration von Gogobot werden diese Dienste zu Reiseführern für Freunde.

Einen richtungweisenden Schritt geht in diesem Zusammenhang auch Holidaycheck mit seiner neuen App. Bewertungen können durch die Quick-Check-Funktion direkt aus dem Hotel heraus gegeben werden. Die Lokalisierung der Person erfolgt dabei automatisch. Praktisch für den Anwender und gleichzeitig eine effektive Maßnahme, um falschen Bewertungen entgegen zu wirken. Denn hierdurch ist sichergestellt, dass sich die entsprechende Person auch tatsächlich im Hotel aufhält. Ein weiterer Effekt der Quick-Checks ist, dass Lob und Tadel nicht mehr zeit verzögert berichtet werden, sondern direkt und situativ. Diese ad hoc Bewertungen können dazu führen, dass zum einen mehr bewertet wird und zum anderen detaillierter. Auf Hotelseite bedeutet dies, dass das Monitoring von Bewertungen permanent betrieben werden muss, um sofort auf Kritik eingehen zu können. Zumal die Bewertungen nicht nur bei Holidaycheck publiziert werden können, sondern gleichzeitig auch auf Facebook…

Gogobot und Holidaycheck greifen somit Schwachstellen auf und zeigen, in welche Richtung sich Bewertungsportale in Zukunft entwickeln könnten. Dennoch bin ich skeptisch, ob sich diese Ansätze durchsetzen werden. Bei Gogobot aufgrund der Tatsache, dass der Erfolg des Dienstes von einer starken Community abhängig ist und bei Holidaycheck aufgrund der (noch) hohen Roaminggebühren.

Was meint Ihr, wie werden sich Bewertungsportale entwickeln? Sind die bisherigen Konzepte noch zukunftsfähig? Kennt Ihr weitere Ansätze?


Eric Horster

Eric Horster

Eric Horster ist Promotionsstipendiat des Innovations-Inkubators an der Leuphana Universität Lüneburg. Er forscht zum Thema “Online-Reputationsmanagement im Tourismus” bei Prof. Dr. Kreilkamp. In der Lehre ist er an der Leuphana Universität Lüneburg und an der Hochschule Bremen tätig. Derzeit gründet er eine Unternehmensberatung, um in der Praxis Social Media Strategien im Tourismus umsetzen zu können.


Copyright Foto Schlüssel (von Eric Horster bei Fotolia gekauft): © Fırat – Fotolia.com Fırat – Fotolia.com

Posted from Lüneburg, Niedersachsen, Germany.

HolidayCheck Award 2010 und Wissens-Lounge 2010 – Ein Resümee

Posted By Andreas Romani on März 8th, 2010

holidaycheckAm letzten Freitag nahmen wir in Frankfurt/Main an der Preisverleihung des HolidayCheck Award 2010 teil.
Ein Preis, den ein Hotel einzig und allein durch Hotelbewertungen seiner Gäste verliehen bekommt.
Eine besondere Freude war es dabei in die freudestrahlenden Gesichter der prämierten Hoteliers zu sehen.

Dieser Award ist aber nicht allein Ergebnis der Qualitätsleistungen des Hotels oder Managements, sondern er gilt auch den Hotel-Mitarbeitern, die aufgrund ihrer kontinuierlich herausragenden Serviceleistungen zu diesem Preis beigetragen haben.

Anlässlich der Preisverleihung bot HolidayCheck darüberhinaus einen Mehrwert mit der “Wissens-Lounge 2010″ unter dem Motto:

“Tourismus 2.0 – Der Gast bestimmt Ihren Erfolg”.

Ein spannender Nachmittagsevent mit 3 sehr informativen Themen:

  • “Schaufenster dekorieren” – wie sich ein Hotel durch den richtigen Einsatz von User Generated Content von der Masse abhebt
  • “Werkzeugkasten HolidayCheck” – Funktionalität und Einsatzgebiet des HotelManagers und der HolidayCheck Card
  • “Aus Minus mach Plus” – auch mit negativen Bewertungen geht die Erfolgsrechnung auf

Für alle Hotels, die nicht mit dabei sein konnten und für Hotels, die Hotelbewertungsportalen immer noch skeptisch gegenüber stehen, fasse ich einige Kernaussagen des Nachmittags zusammen:

  • Kundenbewertungen sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken
  • In 7 von 10 Fällen beeinflussen Hotelbewertungen die Hotelauswahl und sind “kaufentscheidend”
  • Mehr als 80% aller Hotelbewertungen sind positive Empfehlungen
  • Die Motivation der Bewertungsabgabe ist unterschiedlich, jedoch immer subjektiv geprägt
  • Kommunizieren Sie im Hotel mit Aufstellern, Flyern usw. offen, dass Sie Hotelbewertungen schätzen
  • Positive Hotelbewertungen im web 2.0 sind wichtig
  • Negative Bewertungen wird es immer wieder geben, denn niemand ist perfekt. Sie sind aber gleichzeitig eine große Chance für den Hotelier
  • Nicht das beste, sondern das beliebteste Hotel steht an erster Stelle
  • Kommentieren Sie Hotelbewertungen offen, ehrlich, sachlich und lassen Sie Ihre Gefühle außen vor
  • Nutzen Sie diverse Promotiontools wie z.B. Widgets auf der Startseite Ihrer Homepage
  • Schreiben Sie Ihre Gäste nach dem Aufenthalt an und bitten Sie sie um eine Weiterempfehlung
  • Manipulieren Sie niemals Ihre Hotelbewertungen, denn selbst verfasste, also verfälschte, Bewertungen sind nicht zielführend. Dieser “Schuss geht nach hinten los”, denn Gäste kommen dann mit zu hoher Erwartung in Ihr Hotel, werden enttäuscht und äußern sich entsprechend negativ

Dazu mein Tipp:
Verwenden Sie den HolidayCheck HotelManager als Kommunikations- und Marketingtool.
Mehr Infos zum HolidayCheck HotelManager unter folgendem Link

Und noch eine Anregung, die mir persönlich besonders gut gefallen hat:
Bitten Sie Ihren Hotelgast bei Abreise nicht “um die Abgabe einer Bewertung”, sondern bitten Sie ihn “um seine Weiterempfehlung” auf den Hotelbewertungsportalen.

Ich wünsche weiterhin viel Spaß mit Hotelbewertungsportalen und auf Ihre Kommentare freue ich mich.

Ihr
Andreas Romani