Die Hotel-Tuner mit Weitblick
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Knisternde Gespräche am Kaminfeuer
In unserem Fachblog "Kamingespräche" schreibe ich zusammen mit Gastbloggern
über Erfahrungen, Informationen und Trends in der Hotellerie.
Ziel ist es, objektiv und fair zu kommunizieren, dabei dürfen persönliche Werte,
Emotionen und vor allem das Herz nicht zu kurz kommen. Ganz nach dem Motto:
"Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen.
Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen" (Joseph Joubert)
Herzlich willkommen, Ihr Andreas Romani.

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Sind Mini-Bars wirklich noch zeitgemäß? Oder: Das haben wir immer schon so gemacht!

Posted By Andreas Romani on Februar 8th, 2011

Minibar im Hotel

Erst kürzlich hatte ich wieder ein Erlebnis der besonderen Art.

Check-In in einem deutschen 5***** Hotel. Alles cool designt, hübsch dekoriert, Sauberkeit und Service tadellos.

Jedoch gab es 2 “Service-Leistungen”, die mich während meines Aufenthalts nicht besonders glücklich stimmten.

Erstens die unsägliche Internet-Gebühr von EUR 24,00 für 24 Stunden und zweitens die extrem überzogenen Mini-Bar-Preise.


Das erste Übel ist eine eigene Geschichte für sich und ich hoffe, dass speziell Hotelketten ganz schnell über eine gastorientierte vernünftige Lösung nachdenken und sich dabei von der Privathotellerie inspirieren lassen.

Beim zweiten Thema stelle ich mir schon lange die Frage, ob denn “Mini-Bars für Hotels” in der klassischen Variante wirklich noch zeitgemäß sind.

Allein der Name: “Mini-Bar”

Klingt wie Komfortzimmer, Selbstwahltelefon, TV mit Fernbedienung oder Digitalradio mit Weckfunktion. Irgendwie (hotel)-antiquiert.

Wir Hoteliers kennen doch alle die Probleme:

  • Klassische Diskussion bei der Abreise: “Nein, ich hatte ganz sicher nichts aus der Mini-Bar!”
  • Und anschließend das Storno von Minibar Getränken und Snacks (obwohl in den meisten Fällen tatsächlich verzehrt)
  • Kosten für die Minibar Checker
  • Kontrolle der Minibar Checker
  • Lagerhaltung und Kosten des speziellen Minibar-Warenlagers (alkoholische Miniaturen und BiFi lassen grüßen)
  • Hygiene und Sauberkeit der Minibars
  • Schwund durch Gäste oder Mitarbeiter
  • Der irrsinnig erfinderische Gast (Wodka oder Gin Miniaturen mit Wasser auffüllen ist da noch das Harmloseste)

Das alles muss doch automatisch zu den horrenden Mini-Bar Preisen führen.

Nachdem es aber “immer schon so gemacht wurde” – warum denn ändern? Außer die Preise.
Dann drucken wir doch einmal im Jahr einfach die Mini-Bar-Blöcke neu. ;-)

Bei meinen Besuchen auf Fachmessen bin ich immer ganz besonders neugierig, ob es denn Neu-Entwicklungen, Änderungen und Verbesserungen auf dem Sektor “Mini-Bar” gibt. Aber so wirklich was Revolutionäres habe ich bis dato nicht gefunden.

Logisch hat sich die Technik weiter entwickelt und bei der Entnahme von Getränken wird automatisch auf´s Zimmer gebucht. Eine immense Hilfe, die zwar aus Sicht der Neuanschaffung mehr kostet, aber sehr nützlich ist. Ganz nach dem Motto: “Du entwischst mir nicht, lieber Gast”.

Viel Spaß haben jene Gäste, die den Minibar Inhalt komplett leeren und den Kühlschrank tatsächlich als Kühlschrank nutzen (für eigene Getränke, Medikamente oder allergenfreie Speisen oder …) und dann bei Abreise ohne Herztropfen (gekühlt versteht sich ;-) ) nicht das Hotel verlassen können.

Deshalb einfach mal ein paar Fragen:

Braucht es die klassisch sortierte Hotel Mini-Bar noch?
Hat sie noch den Stellenwert wie in “alten Zeiten”?
Welche Alternativen kennen Sie?
Welche positiven und / oder kreativen Beispiele kennen Sie bei Hotels?

Ich freue mich auf den Gedankenaustausch!

Ihr Andreas Romani

Vielen Dank an Dale Dyck der mich aus seiner Serie Hospitality Re-Defined zu diesem Artikel inspirierte.

Posted from Munich, Bayern, Germany.

E-Marketing Day 2011 in München Online Marketing für die Hotellerie

Posted By Andreas Romani on Dezember 15th, 2010

E-Marketing Day 2011 in MuenchenAm 14. Februar 2011 ist es wieder soweit. Der E-Marketing Day geht in die dritte Runde.

Online Marketing, E-Commerce und Social Media Verantwortliche der Privat- und Kettenhotellerie treffen sich im neuen Leonardo Royal Hotel Munich zum Erfahrungsaustausch.

Dieser deutsche Leitkongress wird von der HSMA Deutschland in Kooperation mit Tourismuszukunft organisiert.


Erfahren Sie komprimiert an einem Tag die neuesten Entwicklungen und Trends rund um “Online Marketing für die Hotellerie”. Alle Informationen zum E-Day finden Sie hier.

Hochkarätige Referenten und Social Web Spezialisten versprechen ein vielfältiges, abwechslungsreiches und vor allem praxisbezogenes Programm.

Auch wir freuen uns auf diese spannende Veranstaltung und sind in den Workshop Foren mit dabei.

Unser Thema:
“Die moderne Website: DER Erfolgsgarant für Hotels” – Tipps, Tricks und tolle Beispiele aus der Praxis.

Neugierig auf mehr? Dann machen Sie doch den 14.02.2011 zu Ihrem persönlichen E-Day. Ihre Online Anmeldung ist nur einen Klick entfernt.

Wir freuen uns auf zahlreiche neue Gesichter sowie auf unsere sehr geschätzten Kollegen und Netzwerkpartner.

Herzlichst Ihre
Andreas Romani und Michael M. Rotter

Posted from Munich, Bayern, Germany.

“Barcamps” die neue Generation von Konferenzen – Die Branchencamps

Posted By Andreas Romani on August 20th, 2010

TEIL 3: “Von den offenen BarCamps zu den Branchencamps”


Quelle: www.pink-sheep.com

Das Wort BarCamp klingt im ersten Moment eigenwillig.

Manche denken spontan an Wintercamping, Nudistencamp oder an Gerangel um die besten Stellplätze für den Wohnwagen. Andere sofort an ihren Lieblingscocktail und offene Gespräche beim Barkeeper ihres Vertrauens.

Falsch gedacht!

Dieser Fachausdruck steht für ein internationales Netzwerk von sog. “Unkonferenzen”, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern selbst bestimmt werden. Franz Patzig als einer der Vorreiter der deutschen BarCamp Szene hat über die Geschichte und Entwicklung der BarCamps ein ausführliches Blog geschrieben:
Titel: “Was ist eigentlich ein BarCamp?” Zu diesem Blog gehts hier

Auch in Deutschland finden mittlerweile regelmäßig BarCamps statt. Einen Überblick der kommenden BarCamps in D/A/CH gibt es hier

Für die Südfraktion unter unseren Bloglesern: Das nächste Münchener BarCamp findet am 09.10. und 10.10.2010 statt. Infos dazu gibts hier

BarCamps finden in lockerer, entspannter Atmosphäre statt. Kostümchen, Pumps, Anzug, Schlips und Co. bleiben zu Hause.
Es ist eine Veranstaltung von den Teilnehmern für die Teilnehmer. Die Teilnehmer bestimmen darüber, was gesprochen wird – nicht der Veranstalter. Und das ist das Einzigartige daran!!
BarCamps bestehen nämlich aus eingereichten Vorträgen und Diskussionsrunden (Sessions), die täglich auf Whiteboards etc. durch die Teilnehmer selbst koordiniert werden.

So kann das z.B. aussehen:

Obwohl in offener und lockerer Atmosphäre, gibt es auch Regeln:

  • Alle Teilnehmer sind aufgefordert, selbst einen Vortrag zu halten oder zu organisieren.
  • Rede über das BarCamp
  • Blogge über das BarCamp
  • Vorstellung der Person in drei Worten (3 Tags)
  • Sessions dauern nicht länger als die vorher angesetzte Zeit
  • Jeder ist aufgefordert zu präsentieren

Und ganz besonders zu beachten ist: BarCamps sind keine Werbeveranstaltung!
“Wissen teilen um das eigene Wissen zu vermehren” ist das Leitmotiv!

Vielen Dank an unsere Kollegen von Tourismuszukunft für diese Zusammenstellung der Regeln.

Seit einiger Zeit geht der Trend in Richtung Branchencamps. Diese sind nicht nur was für IT Technik- Freaks und Geeks, die sich mit nichts anderem als web 2.0 und Webanwendungen befassen, sondern auch mit Themenbereichen beschäftigen, wie in unserem Falle der Hotellerie und dem Tourismus.

Diese kommunikative Veranstaltungsform wurde hier in Deutschland durch die HSMA und Tourismuszukunft – Institut für eTourismus für Hotellerie und Geschäftstourismus etabliert.

Der Reigen unserer Branchencamps beginnt vom 27.08. bis 29.08.2010 mit dem
MICEcamp
.

Der offizielle hashtag lautet #micecamp

Dieses Camp richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Hotelmanagement, Marketing & Vertrieb, Convention-Bankettsales, Reservierung sowie an Event, Kongress- und Veranstaltungsplaner sowie Agenturen.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.micecamp.de

Nach dem Riesenerfolg im letzten Jahr findet vom 15.10. bis 17.10.2010 die
2. Auflage des hotelcamps statt.

Der offizielle hashtag lautet #hc10

Inhaltlich hat das hotelcamp einen ganz klaren Fokus:

Neue Entwicklungen rund um das Thema Internet / Web 2.0 und wie können sie gewinnbringend und zielführend für die Hotellerie eingesetzt werden.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.hotelcamp.de

Für Ausdauer-Camper und solche, die an den nächsten Wochenenden so gar nichts vorhaben, hier noch 2 weitere Termine.
Obwohl die Plätze praktisch schon vergeben sind (Warteliste ist zwar noch möglich), will ich euch diese beiden touristischen BarCamps nicht vorenthalten:

Das über die Grenzen Österreichs schon sehr bekannte Castlecamp in Kaprun vom
10.09. bis 12.09.2010.

Der hashtag lautet #castlecamp10 Update vom 11.09.2010: #cczk10

Infos und Anmeldung unter http://www.castlecamp.at

Zum Abschluss noch ein Tipp zu einem neuen Branchencamp, das in Bad Reichenhall stattfindet.

Das SpaCamp zum Thema Wellness, Spa und Gesundheit vom 02.10 bis 03.10.2010.

Der Hashtag lautet #spacamp

Infos und Anmeldung unter http://www.derfalkner.com/spacamp

Das Ziel aller touristischen Branchencamps ist es, sich über Innovationen in den verschiedenen Märkten und Segmenten auszutauschen und gemeinsam neues Wissen zu generieren!

Ich wünsche euch viel Spaß auf und bei einem der nächsten BarCamps.

Dazu noch eine Packliste aus dem Blog von Ralf Appelt mit den notwendigsten Utensilien.

  • Mehrfachsteckdose zur persönlichen Stromversorgung
  • Notebook für Notizen, Recherchen und falls ich eine Session anbiete zur Präsentation
  • Visitenkarten, Poken o.ä.
  • eine Sessionidee
  • Gute Laune
  • Fragen/Neugier
  • Bereitschaft sich Einzubringen/Auszutauschen
  • Anreisebeschreibung/Adresse
  • Vorab den Hashtag zur Veranstaltung in Erfahrung bringen.

Für den Fall, dass der eine oder andere jetzt traurig ist, weil die letzten Plätze nun auch noch vergeben sind … im nächsten Jahr gibt es bestimmt bei allen 4 touristischen Branchencamps eine Neuauflage!

Andreas Romani

Das könnte euch auch interessieren:
TEIL 2: “Ein Pad im Kornfeld”
TEIL 1: “Und täglich grüßt das facebook”

Social media – facebook, twitter & Co. – auf der Titelseite der AHGZ #hok10

Posted By Andreas Romani on April 25th, 2010

Titelseite der
“ALLGEMEINEN HOTEL- UND GASTRONOMIE- ZEITUNG”
Nr. 17/2010 vom 24. April 2010:

“AUF GÄSTEFANG IM DATENMEER”

Die Website allein reicht nicht mehr aus: Wer im Gastgewerbe Erfolg haben will, muss alle Social-Media-Kanäle bedienen.

Aus dem Artikel:
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E-Mail war gestern, Social Media ist heute. Und was ist morgen?

Die digitale Entwicklung geht rasant voran. Neue Webdienste wie Foursquare stehen bereits in den Startlöchern. Wer sich jetzt nicht in soziale Netzwerke vorwagt, wird es am Ende schwer haben, dort eine aktive Rolle zu spielen und überhaupt noch aufzufallen. So lautet das Fazit beim ersten Deutschen Hotel-Online-Kongress in Wiesbaden.

Schon Microsoft-Gründer Bill Gates sagt: “Das Internet ist wie eine Welle. Entweder man lernt darin zu schwimmen, oder man geht unter.” Das gilt künftig umso mehr. Verglichen mit seiner Nutzerzahl sei Facebook heute das drittgrößte Land der Welt, weiß Andreas Romani, Hotelberater bei ideas4hotels.

80 Prozent der Twitter-User twittern von unterwegs. 57 Prozent der Internetnutzer sind in mindestens einem sozialen Netzwerk unterwegs. Vor allem die Nutzergruppe 55 plus holt bei Facebook auf – um 225 Prozent im Monat.
[Anmerkung ideas4hotels: Korrekt sind 32% pro Monat, nicht 225% pro Monat]

Gleichwohl präsentieren sich die meisten Hotels und Restaurants im Internet immer noch sehr werblich und technisch. Dabei wünschen sich virtuelle Kunden auf Websites verstärkt soziale Inhalte und eine persönliche Ansprache.

“Personalität auf Websites wird für den User immer wichtiger”.

Nur wer sich auf einer Hotel-Homepage als Gast fühlt, verweilt dort auch länger”, ist Daniel Ammersdorfer überzeugt. Der Geschäftsführer vom Tourismuszukunftsinstitut für eTourismus hat ein Zukunftsszenario: Soziale Netzwerke und Websites wachsen immer mehr zusammen. Das heißt für Hoteliers und Gastronomen: Weg von der reinen Homepage, hin zur breiten Webpräsenz. Nur wer seine Gäste künftig persönlich anspreche und in den verschiedensten sozialen Netzwerken aktiv sei, könne den Gast von morgen erreichen. “Social Media ist ein Baustein, der in alle Aktivitäten eingebaut werden muss.” In dieser Vernetzung sieht Ammersdorfer die eigentliche Schwierigkeit der rasanten Entwicklung.

Travel Charme hat die Gesprächsbedürfnisse der Gäste bereits umgesetzt. Die Hotelkette bündelt alle Informationen im Newsroom.

Im Travel Charme Newsroom findet der User auf einen Blick Bilder, Videos, Podcasts, Pressemitteilungen, Linktipps, Bewertungen oder Reisetipps.

“Unser Ausgangspunkt war, Kundenmeinungen auf unsere Website zu bringen. Und das möglichst glaubhaft und viele Interessenten erreichend”, so Dominik Sobotka von Travel Charme, der im Web 2.0 mehr eine Haltung als eine Technologie sieht. Gleichzeitig entwickelt sich Social Media ständig weiter. Es braucht längst keinen Rechner mehr, um dar an teilnehmen zu können. Auch per Smartphone lässt sich der Erfolg eines Unternehmens steuern. Dadurch wird der Internetzugang revolutioniert.

Andreas Romani kennt bereits die nächste heiße Geschichte im Internet: Foursquare, ein Ortungsdienst – jedoch mit Nutzwert für Gastronomie und Hotellerie, denn ihnen bietet die Plattform die Möglichkeit, den Nutzer gezielt zu umwerben, wenn er draußen am Lokal vorbeiläuft.

Bereits Hunderte Restaurants und Bars in den USA bieten via Foursquare Vergünstigungen und Gratis-Snacks an. Das ganze funktioniert via GPS-basierter Application (Appd), die sich der Nutzer auf sein Smartphone herunterladen kann. Geht er dann in ein Restaurant, kann er über Foursquare einchecken und so anderen Menschen seinen Standort mitteilen. Zugleich kann der Nutzer Punkte sammeln und “Mayor”, sprich Bürgermeister, einer Location werden.

Künftig gilt: Gäste suchen nicht mehr nach Produkten, sie kommen über Social Media zu ihnen. Empfehlungsmarketing ist hier ein Stichwort.

Wie es sich erfolgreich via Social Media umsetzen lässt, zeigt eine Wortmeldung auf dem Portal Website-Marketing.

Eine Twitter-Nutzerin berichtet von einer Essensverabredung im überfüllten Hiltl in Zürich, 50 Minuten musste sie auf ihr Essen warten. Als Reaktion platzierte sie einen frechen Tweet bei Twitter. Es entstand ein Dialog. Das Ergebnis: Hiltl bot an, sich “für die offene Kommunikation” mit einem Gutschein zu bedanken.

Für die Hotelpraxis bedeutet das: Statt in klassische Werbung gilt es, vermehrt in Social-Media-Aktivitäten zu investieren, sagt Hotelberater Romani. Budgets müssen umgeschichtet und onlineversiertes Personal akquiriert werden.

Das Roger Smith Hotel in New York beschäftige heute schon zwei Social-Media-Manager, berichtet Romani. Ein Jobprofil, das in der Hotellerie künftig häufiger besetzt werden dürfte.

Bei aller Social-Media-Euphorie gilt es den steigenden Stellenwert der eigenen Hotelwebsite nicht zu unterschätzen, rät Thomas Lendzion, Geschäftsführer der Hotelwebservice GmbH. “Soziale Netzwerke dienen der Information und Kommunikation. Auf der Website hingegen wird gebucht.”

Sein Tipp: Hotels sollten sich unbedingt stärker an verschiedenen Zielgruppen ausrichten und gleich mehrere Websites beziehungsweise Landing Pages anbieten, die in puncto Inhalt und Design variieren. Außerdem müsse die Homepage so konzipiert sein, dass eine mobile Nutzung auf Smartphones ohne längere Ladezeiten möglich sei.

“Die Kunst ist es, all diese Kommunikationskanäle und –plattformen gleichermaßen zu bedienen. Dies aber zielgruppengerecht – es darf nicht überall das gleiche stehen”, weiß der Web-Experte. Seiner Meinung nach werde Gästegewinnung im Netz künftig immer mehr Wissen über Kommunikation, Besucherströme und E-Marketing von Hoteliers erfordern.

von Brit Glocke / Natascha Ziltz
Artikel der AHGZ – Interessantes dazu auch weiterlesen in der aktuellen Ausgabe der AHGZ Nr. 17/2010 vom 24.04.2010 – dort Seite 20 und Editorial Seite 8

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RONOMIE – Vom Berufsbild des Gastronomen in einer digitalen Welt

Posted By Alexander von Halem als Gastblogger on März 21st, 2010

RONOMIEIm Vor- und Nachfeld der Jahresversammlung des Hotel- und Gaststättenverbands (Stadt und Landkreis Schweinfurt) gab es eine “Diskussion” per email. Es ist kein Geheimnis, dass ich den Kollegen angesichts der immer wichtiger werdenden online Aktivitäten der Menschen (und immer mobiler werdenden Menschen) immer wieder nahe lege, sich um ihr Onlineprofil zu kümmern.

Im Fachjargon heißt das “Monitoring”.

Man soll im Netz nachsehen, was die Menschen um einen herum über einen schreiben. Das ist besonders für die Gastronomie und Hotellerie sehr wichtig, denn hier geht es gerade um sehr emotionale Themen. Wie Menschen umsorgt, verpflegt und gebettet werden, mit welcher Fürsorge (oder auch nicht) dies geschieht, berührt die Emotionen. Und das ist, worüber die Menschen sich auch mitteilen.

Ich bin also schon im Kreis der Gastronomen und Hoteliers im Landkreis verschrien als derjenige, der sich diesem Onlinewahn hingibt, der sein Leben in der Öffentlichkeit des Netzes lebt. Ich bin es, der (fast) jedes neues Spielzeug der Onlinegeneration ausprobiert, um zu sehen, ob es dem Dialog mit meinen Gästen dienen könnte. Das wird oft belächelt, was ich auch verstehen kann.

Folgendes Statement und die darin integrierte Bitte wurden nun an mich heran getragen:

“Das Berufsbild Wirt wirkt von Angesicht zu Angesicht, das Berufsbild Webdesigner von IP-Adresse zu IP-Adresse. Vergesse bitte nicht die Wurzel: Wenn jeder Gast online bestellt, seinen Bildschirm zum Kamin umwandelt und via “Zweitscreen” mit seinen Freunden in der ganzen Welt anstößt, während er sein vom Catering-Service angeliefertes Essen verzehrt, dann ist Gastronomie wohl nur noch eine Ronomie”.

Das suggeriert, dass ich das gastronomische Erlebnis, den Kontakt zwischen Wirt und Gast vollkommen ins Netz verfrachten wolle.
Nichts ist mehr falsch als das. Der Kernpunkt der Gastronomie ist und bleibt das Verhältnis zwischen Gastgeber und Gast. Dieses ist – im Optimalfall – auch überhaupt kein einseitiges Verhältnis. Nicht nur im wirtschaftlichen Sinne profitieren beide “Geschäftspartner” von der Begegnung.
Gerade in der Gastronomie ist die größte Chance gegeben, dass Dienstleister und die/derjenige, der diese Dienstleistung für sich in Anspruch nimmt, auch wahre Freunde werden, am größten.

Nur: wenn die Welt und die Gesellschaft sich im Wandel befinden und die Menschen mehr und mehr zum Internet greifen, um sich über ihre wahren Leidenschaften und Hobbies auszutauschen, ihre Freunde und Gleichgesinnten darin suchen und finden – warum sollen wir dann diesen Kanal nicht nutzen, um unseren Gästen und Freunden den Kontakt zu ermöglichen?

Ganz sicher ist. Eine online Bestellung ist genauso viel wert, wie eine offline Bestellung. Im Punkto Kamin gilt: ein echter Kamin, mit brennendem und rauchendem Holz ist sicherlich einem virtuellen Feuer gegenüber zu bevorzugen.
Mit den Freunden in aller Welt mittels Internet zuzuprosten? Das lobe ich mir. Denn so halte ich den Kontakt zu vielen ehemaligen Gästen, die so auch wieder zu zukünftigen Gästen werden und vor allem zu Empfehlern werden. Und auch den Caterer, der das Essen (bzw. die Kochkunst) an den vom Gast gewünschten Genuss-Ort bringt, würde ich nicht schmälern. Auch er ist ein Teil unserer kulinarischen Kultur.
Selbst im Zeitalter des Internet wird in der Gastronomie der Gast noch immer die zentrale Rolle spielen und ich fürchte die “Ronomie” deswegen nicht.

Ich empfinde solch Diskussionen, die das Für- und Wider von Internet und Netzkultur als absolute, dem analogen gegenüberstehende Werkzeuge gegenüberstellen, als ziemlich müßig.

Klar ist: die Welt ist im Fluss. Wir werden uns immer (und immer schneller) weiter entwickeln. Wir können dieser Entwicklung zusehen, oder an ihr mitarbeiten.

Ihr Alexander von Halem
Hotel Schloss Zeilitzheim im Fränkischen Weinland

Die Mehrwertsteuer im Hotel, das Frühstück und die Reisekostenabrechnung – Klarheit durch das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen

Posted By Michael M. Rotter on März 7th, 2010

Mehrwertsteuer UmsatzsteuerNun ist es raus. Und es schafft Klarheit. Das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 05.03.2010. (GZ.: IV D 2 – S 7210/07/10003 und IV C 5 – S 2353/09/10008).
Im Detail als PDF hier nachzulesen.

Für uns als “Otto Normal-Verbraucher” sind diese Ausführungen schwer zu verstehen, daher hier der Versuch einer “Übersetzung” der beiden meines Erachtens wesentlichen Punkte.

1.) Hotel-Frühstück ist und bleibt mit 19% zu versteuern.

Für das Hotel-Frühstück gilt nach wie vor (auch ab dem 01.01.2010) der allgemeine und nicht ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 19%.

Jegliche Hoffnung, dass das Frühstück als eine Nebenleistung zur Hauptleistung der Beherbergung betrachtet werden kann, ist damit endgültig dahin. Eine solche Vereinfachungsregelung, die auch das Frühstück dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterworfen hätte, wurde nicht geschaffen.

So heißt es ausdrücklich auf Seite 4 des BMF-Schreibens vom 05.03.2010 in Nr. 4:

“Gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 11 Satz 2 UStG gilt die Steuerermäßigung nicht für Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn es sich um Nebenleistungen zur Beherbergung handelt und diese Leistungen mit dem Entgelt für die Vermietung abgegolten sind (Aufteilungsgebot). Hierzu zählen insbesondere:

Verpflegungsleistungen (z. B. Frühstück, Halb- oder Vollpension, All inclusive)
… usw.”

2.) Die Hilfskonstruktion “Business-Package”

Einfacher soll es für den Geschäftsreisenden werden durch die Zusammenfassung von Leistungen in einem “Business-Package”, einer “Servicepauschale” oder einer “Business-Pauschale”.

Diese ist, – nochmals zur Klarstellung –, in ihrer Gesamtheit dem allgemeinen Mehrwertsteuersatz von 19% zu unterwerfen. Bei einer solchen Pauschale gibt es also keine Möglichkeit der Anwendung des ermäßigten Steuersatzes.

In dieser Business-Pauschale können in einem Gesamtbetrag zusammengefasst werden:

Abgabe eines Frühstücks, Nutzung von Kommunikationsnetzen, Reinigung und Bügeln von Kleidung, Schuhputzservice, Transport zwischen Bahnhof / Flughafen und Unterkunft, Transport von Gepäck außerhalb des Beherbergungsbetriebs, Überlassung von Fitnessgeräten, Überlassung von Plätzen zum Abstellen von Fahrzeugen

Aber Achtung:

Diese Aufzählung ist abschließend und vollständig. Es können hierunter also nicht weitere Leistungen wie z.B. “private Telefonate, Pay-TV, Minibar, Massagen usw.” eingerechnet werden!

Der gesondert Ausweis der Übernachtungsleistung (7% USt) und der neu geschaffenen “Business-Pauschale”, in der mehrere Leistungen (mit 19% USt) zusammengefasst sind, hat für den Geschäftsreisenden und die Reisekostenabrechnung den Vorteil, dass wegen des hier nicht erfolgten Einzelausweises des Frühstücks für die Gewährung des Frühstücks in der Reisekostenabrechnung – wie bisher – nur 4,80 € berücksichtigt werden können.

Wenn die Unternehmen weiter darauf achten, dass die sogenannte “Arbeitgeberveranlassung” greift (mehr dazu siehe Seite 6, Nr. 2, RandNr. 16 des BMF-Schreibens), kann unabhängig von den unterschiedlichen Steuersätzen beim Hotel-Frühstück der Sachbezugswert von 1,57 Euro angesetzt werden. In diesem Fall kommt es dann nicht darauf an, wie die einzelnen Kosten in der Rechnung ausgewiesen sind (Höhe des Frühstückspreises oder Sammelposten für Nebenleistungen) neben der Beherbergungsleistung.

Mein Appell an die Hotels:

Jetzt reagieren und entsprechende Packages bzw. Pauschalen schnüren und anbieten!

Schade nur:

Wirklich einfacher hat diese Hilfskonstruktion einer „Business-Pauschale“ den Buchungs- und Abrechnungsaufwand weder für das Hotel noch den Geschäftsreisenden gemacht.

Ihr Michael M. Rotter

Hinweis:
Diese Zusammenfassung stellt keine Steuerberatung dar, sondern dient lediglich Ihrer Information. Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

Fotonachweis: Helmut Niklas – Fotolia.com

Erst Jubel über 7% USt bei der Hotellerie – Jetzt “Ärgernis” für Firmenkunden bei Reisekostenabrechnung? – “Diskussion” mit dem Gast vorprogrammiert? – Die Konsequenz des verminderten Steuersatzes bei der Hotelrechnung – Ihre Meinung ist uns wichtig!

Posted By Andreas Romani on Oktober 29th, 2009


Zur neuesten Entwicklung (Stand 07.03.2010) lesen Sie mehr hier:
Neues zum geplanten “Business Package”

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Freude bei der Hotellerie – ein Teilerfolg – aber …

“Übernachtung mit Frühstück zu EINEM GESAMTPREIS” – Das ist dann wohl vorbei!
Sorgt das für “Ärgernis” bei der Reisekostenabrechnung?

Bei Firmenpreisen – in der Regel mit Frühstück – ist eine Aufteilung nach Logis- und Frühstücksanteil sicherlich folgenreich für Firmen und Reisende, denn diese ist aufschlußreich nicht nur für das Finanzamt!
Bei der Reisekostenabrechnung “kommt bestimmt Freude auf”.

Sehen also Hotelrechnungen ab dem 01.01.2010 wie im folgenden Beispiel aus?

"Übernachtung mit Frühstück" - Hotelrechnung 2010

… und ganz besonders “hübsch” wird es bei Arrangements …

“EIN GESAMTPREIS für ALLES” – auch das ist dann vorbei!
Ist eine “Diskussion” mit dem Gast über die Einzelpreise vorprogrammiert?

Das Arrangement mit teilweise reduzierten Preisen der Einzelbestandteile wird gläsern.
Der Hotelier muss seine Kalkulation innerhalb seiner Arrangements/Packages aufzeigen.
Sehen dann die Hotelrechnungen ab dem 01.01.2010 so aus?

"Arrangement / Package" - Hotelrechnung 2010

Wie ist Ihre Meinung dazu?

Welche Auswirkungen hat diese steuerliche Änderung für Sie als Hotelier?
Welche Folgen hat diese für Sie als Reisender und Ihr buchendes Unternehmen?

Diskutieren Sie mit!

Ihr Michael M. Rotter

“Was Sie schon immer über Twitter wissen wollten” oder “Der frühe Vogel fängt den Tweet” #tourismus

Posted By Andreas Romani on August 5th, 2009

In meinem letzten Blog hatte ich Ihnen die Online Bewertungsportale “ans Herz gelegt”. Und die rasante Entwicklung des Empfehlungsmarketings im Web 2.0 aufgezeigt.

Mittlerweile lassen sich mehr als die Hälfte aller Menschen von online Empfehlungen leiten und diese beeinflussen die Kaufentscheidung.
Das zeigt eindeutig, dass Social Media Marketing auch aus der Hotellerie nicht mehr wegzudenken ist.

Heute geht es um einen weiteren wichtigen Baustein im Social Media Marketing, nämlich “Twitter”.

Jetzt werden bestimmt viele Hotelkollegen sagen:

“Nein nicht schon wieder einer, der mir mit diesem neumodischen, amerikanischen Internet-Zeugs daherkommt. Brauch ich nicht, will ich nicht, kann ich nicht, hab ich keine Zeit dafür!”

Ich werde darauf erwidern:

“Das kann schon sein, aber wer heute online verschläft, hat morgen erheblich weniger Gäste”.

Denken Sie doch einmal an all die vielen früheren “neumodischen”, technischen Errungenschaften wie Telefax, mobiles Telefon, SMS, Internet, Homepage, E-Mail-Nachrichten usw.
Brauchen Sie diese auch nicht oder haben Sie keine Zeit dafür?

Seien Sie aufgeschlossen, aktiv, trendorientiert und zeigen Sie der Welt, was moderne Hotellerie tatsächlich ist und wie sie richtig funktioniert.
Nutzen Sie den Kurznachrichtendienst Twitter mit seinen max. 140 Zeichen als zusätzlichen Vertriebskanal.
Twitter ist kostenfrei, simpel und von jedem Computer mit Internet Zugang oder internetfähigem Telefon aus zu nutzen.

Und jetzt wird es noch bunter: Twitter hat kürzlich seine Startseite http://www.twitter.com angepasst und sich „auf die Suche“ fokussiert. Eindeutig eine Konkurrenz zu Google, Yahoo, bing etc.

Es geht also nicht mehr allein um die Frage “Was machst Du gerade” bzw. um den Austausch von ausschließlich privaten “Tweets” (so heißen Kurznachrichten in max.140 Zeichen).
Es geht mittlerweile darum, dass Ihre Stammgäste bzw. Gäste, die Sie zukünftig bekommen wollen, nicht mehr nur Google auf der Suche nach einem Reiseziel oder einem perfekten Hotel nutzen. Die Twitter-Suche ermöglicht es, Tipps, Trends, Empfehlungen, aber auch Kritiken (eventuell auch über den eigenen Hotelbetrieb) in Echtzeit aufzuspüren und sie aktiv für sich zu nutzen.
Und welcher zeitgemäße Hotelier will nicht wissen, was über sein Haus bereits „gezwitschert“ wurde.

Deshalb meine Tipps für Twitter Neulinge:

• Sichern Sie sich sofort Ihren eigenen, individuellen Twitter-Namen, bevor er vergeben ist.
• “Zwitschern” Sie mit und berichten Sie über Ihr Hotel.
• Verwenden Sie Ihre Sprache, persönlich und menschlich, so wie Sie mit Ihren Gästen sprechen.
• Zeigen Sie Emotionen aus Ihrer Hotelwelt (z.B. mit Bildern, Videos, Presseartikeln).
• Geben Sie Ihren “Followern” (so heißen die Twitter-Nutzer die Ihre Tweets “abonnieren”)
zusätzliche Informationen (z.B. über Ihre touristische Region, über Veranstaltungen/Events).
• Vermitteln Sie damit einen Mehrwert. Ihre Follower werden Sie dafür schätzen und “lieben” und
bei Ihnen (und nicht im Nachbarhotel) reservieren.
• Verzichten Sie auf eintönige, langweilige Angebote oder Auszüge aus Ihrer Hotelbroschüre.
Damit ist im Social Web “kein Blumentopf mehr zu gewinnen”.
• Folgen Sie Ihren Followern und bauen Sie sich dadurch Multiplikatoren auf.
• Ermutigen Sie Ihre Follower zu einer Antwort bzw. einem “Retweet” (so nennt man die
Weiterleitung einer Nachricht im Schneeballprinzip).
• Arbeiten Sie aktiv, kontinuierlich, kreativ mit diesem wirklich genialen, “neumodischem Internet-Zeugs”

Zum Abschluss noch was Top-Aktuelles:
Seit wenigen Tagen gibt es unter http://twihotels.com die Möglichkeit einer Hotelzimmer-Anfrage via Twitter. Zwei entscheidende Vorteile ergeben sich dabei: Follower geben persönliche Hotel-Tipps und Empfehlungen für das angefragte Reiseziel weiter UND aktive Twitter-Hotels können ihr Preisangebot direkt abgeben. Ein zusätzlicher kostenfreier Vertriebsweg!
Hotelier-Herz was willst du mehr!

Viel Spaß beim “Twittern” wünscht Ihnen

Andreas Romani

P.S. Ich freue mich über viele Follower unter http://www.twitter.com/ideas4hotels