Erst kürzlich hatte ich wieder ein Erlebnis der besonderen Art.
Check-In in einem deutschen 5***** Hotel. Alles cool designt, hübsch dekoriert, Sauberkeit und Service tadellos.
Jedoch gab es 2 “Service-Leistungen”, die mich während meines Aufenthalts nicht besonders glücklich stimmten.
Erstens die unsägliche Internet-Gebühr von EUR 24,00 für 24 Stunden und zweitens die extrem überzogenen Mini-Bar-Preise.
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Das erste Übel ist eine eigene Geschichte für sich und ich hoffe, dass speziell Hotelketten ganz schnell über eine gastorientierte vernünftige Lösung nachdenken und sich dabei von der Privathotellerie inspirieren lassen.
Beim zweiten Thema stelle ich mir schon lange die Frage, ob denn “Mini-Bars für Hotels” in der klassischen Variante wirklich noch zeitgemäß sind.
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Allein der Name: “Mini-Bar”
Klingt wie Komfortzimmer, Selbstwahltelefon, TV mit Fernbedienung oder Digitalradio mit Weckfunktion. Irgendwie (hotel)-antiquiert.
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Wir Hoteliers kennen doch alle die Probleme:
- Klassische Diskussion bei der Abreise: “Nein, ich hatte ganz sicher nichts aus der Mini-Bar!”
- Und anschließend das Storno von Minibar Getränken und Snacks (obwohl in den meisten Fällen tatsächlich verzehrt)
- Kosten für die Minibar Checker
- Kontrolle der Minibar Checker
- Lagerhaltung und Kosten des speziellen Minibar-Warenlagers (alkoholische Miniaturen und BiFi lassen grüßen)
- Hygiene und Sauberkeit der Minibars
- Schwund durch Gäste oder Mitarbeiter
- Der irrsinnig erfinderische Gast (Wodka oder Gin Miniaturen mit Wasser auffüllen ist da noch das Harmloseste)
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Das alles muss doch automatisch zu den horrenden Mini-Bar Preisen führen.
Nachdem es aber “immer schon so gemacht wurde” – warum denn ändern? Außer die Preise.
Dann drucken wir doch einmal im Jahr einfach die Mini-Bar-Blöcke neu.
Bei meinen Besuchen auf Fachmessen bin ich immer ganz besonders neugierig, ob es denn Neu-Entwicklungen, Änderungen und Verbesserungen auf dem Sektor “Mini-Bar” gibt. Aber so wirklich was Revolutionäres habe ich bis dato nicht gefunden.
Logisch hat sich die Technik weiter entwickelt und bei der Entnahme von Getränken wird automatisch auf´s Zimmer gebucht. Eine immense Hilfe, die zwar aus Sicht der Neuanschaffung mehr kostet, aber sehr nützlich ist. Ganz nach dem Motto: “Du entwischst mir nicht, lieber Gast”.
Viel Spaß haben jene Gäste, die den Minibar Inhalt komplett leeren und den Kühlschrank tatsächlich als Kühlschrank nutzen (für eigene Getränke, Medikamente oder allergenfreie Speisen oder …) und dann bei Abreise ohne Herztropfen (gekühlt versteht sich
) nicht das Hotel verlassen können.
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Deshalb einfach mal ein paar Fragen:
Braucht es die klassisch sortierte Hotel Mini-Bar noch?
Hat sie noch den Stellenwert wie in “alten Zeiten”?
Welche Alternativen kennen Sie?
Welche positiven und / oder kreativen Beispiele kennen Sie bei Hotels?
Ich freue mich auf den Gedankenaustausch!
Ihr Andreas Romani
Vielen Dank an Dale Dyck der mich aus seiner Serie Hospitality Re-Defined zu diesem Artikel inspirierte.
Posted from Munich, Bayern, Germany.

















