Hotelmarketing Blog

Gastronomen sollten sich den Arsch für ihre Mitarbeiter aufreißen

Arbeiten, Schlafen, Aufstehen, Duschen, Arbeiten…
Das ist der Rhythmus der meisten Gastronomen. Das soll jetzt kein Artikel darüber werden, wie schlimm das ganze doch ist. Die Branche lässt in gewissen Zeiten auch keinen anderen Rhythmus zu. Die meisten Gastronomen akzeptieren diese Tatsache, sie lieben ihren Job und haben sich dieses Leben ausgesucht. Sie wollen auch kein anderes Leben.
Das Problem ist nur, dass viele Betriebe das als selbstverständlich ansehen.

Sie sehen es als selbstverständlich, dass ihre Mitarbeiter unbezahlte Überstunden machen, körperliche Beschwerden haben, kaum Freizeit und oft schlecht bezahlt werden. Diese Einstellung von vielen Unternehmen ist nicht nur falsch, sondern auch absurd und gefährlich.

Unternehmen sind für das „Feelgood“ ihrer Mitarbeiter zuständig

Jedes Unternehmen ist dafür zuständig, dass seine Mitarbeiter sich wohlfühlen. Nur wenn sich Mitarbeiter auch wohlfühlen, können sie die benötigte Leistung bringen. Nur wenn sie sich wertgeschätzt fühlen, werden sie alles für ihr Unternehmen tun, damit dieses erfolgreich ist. Deshalb müssen Unternehmen ihren Mitarbeitern etwas bieten. Sie müssen ihnen etwas bieten, damit sie sich in der kurzen Freizeit ihres anspruchsvollen Arbeitsrhythmus so gut es geht erholen können. Das erhöht nicht nur die Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch deren Produktivität.
Unternehmen in anderen Branchen haben das längst begriffen und sehen die Mitarbeiter als ihre wertvollste Anlage. Technologie-Unternehmen in den USA, wie z.B. Tumblr feiern bei jeder Neueinstellung eine kleine Willkommensparty. Das hilft nicht nur den neuen Mitarbeiter anzukommen und sich willkommen zu fühlen, sondern kostet auch kaum etwas (Kostet zu viel ist keine Ausrede!). Andere Unternehmen helfen ihren Mitarbeitern beim Umzug, unterstützen bei der Einrichtung und helfen den Mitarbeitern in der neuen Umgebung zu Recht zu finden.
Klar, in der Gastronomie & Hotellerie ist meistens nicht so viel Geld vorhanden, um jeden Mitarbeiter einen Reise zu zahlen – wie es z.B. Airbnb macht – aber kleinere Dinge, sind sehr wohl auch für kleine Unternehmen in der Gastronomie & Hotellerie möglich.
Die Fachkräfte in der Gastronomie & Hotellerie werden immer weniger, der Bedarf jedoch steigt. Ein Grund für diesen Fachkräftemangel liegt auch daran, dass sich viele Unternehmen nicht um ihre Mitarbeiter kümmern. Wer will schon einen Job, in dem er kaum Freizeit hat, schlecht bezahlt wird und dann noch schlecht behandelt und nicht respektiert wird?

Leidenschaft ist nur durch Respekt möglich

Die meisten Köche und Kellner machen ihren Job mit einer Leidenschaft, die es in keiner anderen Branche so gibt. Diese Leidenschaft ist es auch, die diese Branche so einzigartig macht. Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern die Umgebung zur Verfügung stellen, damit diese ihre Leidenschaft auch ausleben können. Dafür gibt es viele Möglichkeiten.
Im Juni 2015 haben wir den Gronda Blog ins Leben gerufen. Mit Gronda hatten wir von Anfang an das Ziel, einen Imagewandel in der Gastronomie & Hotellerie herbeizuführen. Dieser Imagewandel ist jedoch nur mithilfe von Unternehmen möglich, die verstehen, dass ihre Mitarbeiter der wertvollste und wichtigste Teil ihres Unternehmens sind. Deshalb haben wir im Dezember 2015 unseren Dienst erweitert und eine Karriere und Recruitingplattform für die Gastronomie & Hotellerie und Hotellerie gebaut, auf der nur eine begrenzte Anzahl von Unternehmen Zugriff hat. Jedes Unternehmen wird auf seine Mitarbeiterfreundlichkeit geprüft und sie müssen nachweisen, dass sie nicht nur ein tolles Unternehmen, sondern auch ein Arbeitgeber mit Perspektive sind.
Unsere Vision, Gastronomen durch ihre Leidenschaft miteinander zu verbinden ist nur mit Teilnehmern möglich, die diese Leidenschaft leben und ermöglichen. Wir setzen den Schritt, um das sicherzustellen.

Gastronomie & Hotellerie Unternehmer, reißt euch den Arsch für eure Mitarbeiter auf! Sie tun es auch für euch.

Viele Grüße aus Tirol
Euer Valentin Schütz

© 2016, Valentin Schuetz als Gastblogger. All rights reserved.

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1 Comment

  • Als Mitarbeiter des Parkhotels Hannover kann ich all deinen Punkten im Blogbeitrag nur zustimmen. Jedoch wurde dieses Thema bei uns von den Angestellten angesprochen und seitdem versuchen die Chefs den Mitarbeitern bessere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.
    Es freut mich jedoch, dass dieses Thema auch im Internet angesprochen wird und somit weiter verbreitet wird.
    Viele Grüße aus Hannover


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